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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Exklamation und Prädikation

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Anne Larrory-Wunder Abstract Der Beitrag befasst sich mit prädikativen Strukturen in Exklamativsätzen und ihrer Interpre- tation. Diese werden anhand zweier Oppositionen klassifiziert: die Opposition zwischen ex- pliziten und impliziten Prädikationen einerseits und zwischen primären und verdeckten Prädi- kationen andererseits. Es wird gezeigt, dass Prädikationen in Exklamativsätzen durch ‚unzu- reichende Bestimmung‘ und damit durch ‚referentielle Instabilität‘ gekennzeichnet sind. Eine Interpretation dafür liefert das Modell des französischen Linguisten Antoine Culioli, das kurz vorgestellt wird. In diesem Beitrag sollen Prädikation und prädikative Strukturen in Exklamativ- sätzen untersucht werden. Unter Exklamativsätzen verstehe ich grammatisch markierte Satzformen, deren kommunikative Funktion darin besteht, auf eine bestimmte Tatsache affektiv zu reagieren und einen Kommentar auszudrücken (Larrory 2004). Um die ganze Breite der möglichen formalen Satzmuster zu il- lustrieren, werden zunächst 21 Beispiele aus schriftlichem und mündlichem Kontext angeführt, die nachfolgend diskutiert werden. Der Klarheit der Präsen- tation wegen wird bei jedem Textausschnitt (1) bis (21) jeweils nur ein für ein typisches Muster stehender Exklamativsatz diskutiert, der fett markiert ist. Exklamativsätze kennzeichnen sich durch intonatorische, syntaktische und/oder lexikalische Markierungen (W-Wörter, Modalpartikeln)1 und dienen zum Aus- druck einer Bewertung durch den Sprecher. Einem Gegenstand oder Sachverhalt wird jeweils eine Eigenschaft zugesprochen, wobei diese Eigenschaft eine ganz besondere oder eine in besonders hohem Maße vorhandene ist. In diesem Bei- trag soll untersucht werden, wie eine solche Interpretation des Satzes zustande kommt. Hierzu werden an den...

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