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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Phraseologismen als prädikative Strukturen

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Joanna Konieczna-Serafin Abstract Im Beitrag werden die Phraseologismen aus syntaktischer und semantischer Sicht dargestellt. Die ausgewählten Einheiten lassen sich drei Gruppen von Phraseologismen zuordnen. Aus diesem Grund werden diese Einheiten in allgemeinsprachlichen und fachsprachlichen Kon- texten dargestellt. Im Kontext der Allgemeinsprache werden Phraseologismen mit Idiomcharakter und teilidiomatisierte Phraseologismen herangezogen. Im Kontext der Fach- sprache wird die Untersuchung am Beispiel von Phraseologismen im weiteren Sinne – Kol- lokationen – durchgeführt. Das untersuchte Material stammt aus monolingualen Wörterbü- chern der Allgemeinsprache und bilingualen Wörterbüchern der Fachsprache Wirtschaft. Die vorgeführten Einheiten werden in Bezug auf die Realisierungsmöglichkeiten von syntaktischen und lexikalischen Argumentstellen behandelt. Diese Betrachtungsweise von Phraseologismen soll die anwendbaren Ergebnisse für die lexikographische Praxis liefern. 1. Einleitung Die Frage nach der Eigenart von Phraseologismen wurde in vielen wissen- schaftlichen Diskursen aufgeworfen (Burger 1973; Fleischer 1982/1997; Häcki- Buhofer, Burger, Sialm 1982; Földes 1992; Wotjak 1992; Korhonen 1995; Dobrovol’skij / Piirainen 1997; Palm 1997; Burger 1998/2003; Dobrovol’skij 1999 u.a.). In jeder phraseologisch ausgerichteten Untersuchung wurde häufig danach gefragt, was den Bestand eines Phraseologismus ausmacht. Es wurden folglich Theorien entwickelt, die zwischen nominalen, adjektivischen, adverbialen und verbalen Phraseologismen – je nachdem, welche Komponente dabei dominant ist – differenziert haben. Diese strukturorientierten Definitionsversuche haben sich inzwischen dermaßen ausgedehnt, dass die sog. Einwortphraseologismen wie: Muttergesellschaft, Marktnische, Kassensturz, Schwarzmarkt, Schatten- wirtschaft, Schwellenland ebenso in den phraseologischen Bestand aufgenom- men wurden (Duhme 1995; Szczęk 2004). Diese Einheiten werden im Beitrag in Bezug auf die sog. verdeckte Prädikation und...

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