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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Der Artikel „ein“ und sein Bedeutungspotenzial – eine kognitive Studie

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Magdalena Filar Abstract Der folgende Beitrag hat zum Ziel, auf der Grundlage der bisherigen Untersuchungen zur Ar- tikelbedeutung (Vater 1963, 1979, 1986a, 1986b, 1991, 1996, 2002, 2005; Oomen 1977; Wimmer 1979; Bisle-Müller 1991; Engel 2000; Fobbe 2004; Zifonun 2007) die semantische Leistung des indefiniten Artikels „ein“ aus der Sicht der kognitiven Sprachtheorie darzustel- len (Langacker 1995, 2001, 2002, 2005a, 2005b, 2008; Evans, Green 2006; Taylor 2007) und dabei zwei für diese Thematik oft aufgegriffene Fragen zu beantworten: Wie ist der semanti- sche Status des Artikels „ein“ in der argumentativ gebrauchten Nominalphrase und wie ist sein Bedeutungspotenzial, d.h. ist er als indefiniter/unbestimmter Artikel oder als Quantor anzusehen? Kann er auch andere Inhalte ausdrücken? Das Bedeutungspotenzial des Artikels „ein“ wird in einem Pressetext analysiert. 1. Der Artikel „ein“ als Gegenstand der semantischen und prag- matischen Untersuchungen Der Artikel „ein“ wird in den meisten semantischen und pragmatischen Unter- suchungen als Teil der argumentativ gebrauchten Nominalphrase (NP) bzw. De- terminativphrase (DP) betrachtet. Seine semantische Leistung besteht entweder im Ausdruck der semantischen Kategorie der (In)Definitheit oder der Quantität. Als indefiniter Artikel verleiht das Wort „ein“ der Nominalphrase die Be- zeichnungsfunktion (die Referenzfähigkeit) und somit bereitet er eine nähere referentielle Bestimmung der Gegenstände vor (Wimmer 1979: 52, Bisle-Müller 1991). Der Artikel „ein“ signalisiert die indefinite Referenz, d.h. den Bezug auf ein für den Sprecher und/oder für den Hörer neues, unbekanntes oder nicht prä- zisierungsbedürftiges Objekt.1 Die Gegner der Artikelkonzeption gehen dagegen davon...

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