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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Prädikation mit Augenzwinkern – Prädikationenwechsel in Wortbildungsspielen

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Joanna Janicka Abstract Gegenstand des Beitrags sind Wortbildungsspiele, die durch eine ungewohnte Motivierung zusammengesetzter Wörter entstehen. Ausgehend davon, dass sich zusammengesetzte Wörter auf Prädikationen zurückführen lassen, werden die durch das Wortbildungsspiel erreichten Veränderungen in den Prädikationen analysiert. Die Analyse stützt sich auf das Valenzmodell von Ulrich Engel. Im Anschluss an diese Untersuchung werden die Faktoren besprochen, die das Verstehen von Wortbildungsspielen beeinflussen. 1. Prädikation in zusammengesetzten Wörtern Prädikation ist grundsätzlich als Charakterisierung zu verstehen. Für das Zu- standekommen einer Charakterisierung sind ein Charakteristikum – das Prädi- kat – und ein Gegenstand der Charakterisierung notwendig (vgl. Zifonun et al. 1997: 678f.). Das Charakterisierte muss dabei nicht unbedingt ein Gegenstand sein sondern es kann sich auch um Relationen zwischen mehreren Gegenständen handeln (vgl. Zifonum et al. 1997: 683). Wie aus der Valenzgrammatik folgt, eröffnet ein Prädikat Leerstellen, an denen Argumente einzusetzen sind, welche Eigenschaften aufweisen, die zum Charakterisierungspotential vom Prädikat komplementär sind (vgl. Zifonum et al. 1997: 730f.). Das Subjekt und die ande- ren vom Prädikat geforderten Argumente sind gleichgestellt. Prädikation wird meist mit Sätzen assoziiert und mit dem, was im Satz über einen Gegenstand oder Sachverhalt ausgesagt wird. Doch es gibt neben den Sät- zen auch andere prädikative Strukturen. Auch Konstruktionen, wie z.B. Kompo- sita, lassen sich auf prädikative Strukturen zurückführen; man kann gewisser- maßen von „verborgenen“ Prädikationen in zusammengesetzten Wörtern spre- chen....

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