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Kooperation in der Schule

Eine Untersuchung der Orientierungs- und Handlungsmuster von Lehrern

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Sabine Schütt

«Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer!» – so lautet der bildungstheoretisch und bildungspolitisch formulierte Anspruch an die Lehrerschaft. Kooperation ist mittlerweile zu einem zentralen Element guter Schule erklärt. Die Praxis sieht jedoch vielerorts anders aus. Diese qualitative Untersuchung geht der Frage nach, welches Bedingungsgefüge vorhanden sein muss, damit Kooperation gelingen kann. Dazu wurden die Formen professioneller Handlungs- und Orientierungsmuster von Lehrern vor dem Hintergrund organisationsspezifischer Einflussparameter untersucht. Entstanden ist eine Typologie der Kooperationshabitus von Lehrern. Diese gibt Hinweise darauf, welch unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung und Steuerung des kooperativen Handelns von Lehrern notwendig sind.

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Ausgangspunkt für die Untersuchung ist die festgestellte Diskrepanz zwischen einer- seits gewünschter Kooperation und einem anderseits festgestellten Mangel von Koope- ration (vgl. Kap. 1.2). Ein Desiderat bisheriger Forschung ist die Erklärung dieses Be- fundes: Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Untersuchung besteht darin heraus- zufinden, ob und wenn ja warum Lehrer in der Regel nur in einem sehr beschränkten Maß kooperieren. Dafür wird zunächst untersucht, was Lehrer als ihr kooperatives Handeln benennen und demzufolge unter Kooperation verstehen. Darauf aufbauend wird untersucht, wie Lehrer ihr kooperatives Handeln begründen. In einem dritten Schritt wird aus den Aussagen herausgearbeitet, wodurch fehlende Kooperationsbe- reitschaften bzw. kooperatives Handeln verursacht werden. Kooperation wird dabei als das Zusammenarbeiten bzw. Zusammenwirken von Personen bzw. Systemen verstan- den. Untersucht werden soll, welche Vorstellungen die Lehrer mit dem Begriff der Kooperation und Zusammenarbeit verbinden, welche Bestimmungsmerkmale sie defi- nieren und welche Gelingensbedingungen sie davon ableiten. Die Untersuchung zielt schwerpunktmäßig auf eine Analyse der subjektiven Sichtweisen und damit auf die Herausarbeitung individueller Begründungs- und Orien- tierungsmuster von Lehrern in Bezug auf das kooperative Handeln. Untersucht wird dies hinsichtlich der Kooperation mit Kollegen, Eltern und außerschulischen Partnern. Diese Betrachtungsperspektive wird ergänzend durch die Analyse der Kontextbedin- gungen der Schulen flankiert. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den persönlichen Konzepten von Leh- rern vor dem Hintergrund der wahrgenommenen institutionellen Handlungskontexte (Strukturaspekt). Darüber hinaus wird die berufsbiografische Perspektive betrachtet (Prozessaspekt). Durch diese beiden Herangehensweisen können sowohl die Struktur- bezogenheit als auch die Prozesshaftigkeit...

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