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Kooperation in der Schule

Eine Untersuchung der Orientierungs- und Handlungsmuster von Lehrern

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Sabine Schütt

«Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer!» – so lautet der bildungstheoretisch und bildungspolitisch formulierte Anspruch an die Lehrerschaft. Kooperation ist mittlerweile zu einem zentralen Element guter Schule erklärt. Die Praxis sieht jedoch vielerorts anders aus. Diese qualitative Untersuchung geht der Frage nach, welches Bedingungsgefüge vorhanden sein muss, damit Kooperation gelingen kann. Dazu wurden die Formen professioneller Handlungs- und Orientierungsmuster von Lehrern vor dem Hintergrund organisationsspezifischer Einflussparameter untersucht. Entstanden ist eine Typologie der Kooperationshabitus von Lehrern. Diese gibt Hinweise darauf, welch unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung und Steuerung des kooperativen Handelns von Lehrern notwendig sind.

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4 Ergebnisse der themenanalytischen Auswertung

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Gegenstand der folgenden Ausführungen ist eine überblicksartige Zusammenfassung der themenbezogenen Querschnittsanalyse der qualitativen Lehrerinterviews entlang zentraler Kategorien. Die Themenanalyse erfolgte dekontextualisiert, d.h. die alltags- weltlichen und auch biographischen Zusammenhänge und Hintergründe für die Äuße- rungen der Lehrer blieben zunächst unberücksichtigt. Im Mittelpunkt steht die Be- schreibung der vorgefundenen Ausprägungen und Merkmalsvariationen hinsichtlich einzelner Kategorien. Die Darstellung ist reduziert auf die Wiedergabe zentraler Aus- sagen, die Voraussetzung sind für das Verständnis der im Anschluss folgenden Dar- stellung der Ergebnisse der Einzelfallanalyse: der Typologie der individuellen Koope- rationshabitus von Lehrern. 4.1 Analysen der Lehrersicht zur Kooperation im Kollegium 4.1.1 Kooperationspraxis – Kooperation mit Kollegen Will man die Spezifik der von den Lehrern berichteten Kooperationspraxis systemati- sieren, lassen sich drei Ebenen betrachten. So lassen sich verschiedene Anlässe bzw. Inhalte beschreiben. Darüber hinaus kann die Kooperation hinsichtlich der Arbeitswei- sen, d.h. des Grades der Institutionalisierung bzw. Formalisierung des Vorgehens be- schrieben werden, sowie hinsichtlich der jeweiligen Kooperationsformen, d.h. des Grades der Intensität der Zusammenarbeit. Diese drei Dimensionen lassen sich mit Hilfe des folgenden Modells darstellen: 86 Abb. 13: Ordnungsdimensionen für Kooperation: Anlässe (m), Kooperationsformen (l), Arbeitsweisen (r) Die Lehrer nennen eine Vielzahl von unterschiedlichsten Anlässen, bei denen sie mit Kollegen in Kontakt treten und zusammenarbeiten. Nach systematischer Zusammen- fassung, Reduktion und Generalisierung lassen sich 6 Hauptfelder identifizieren, auf die sich die Zusammenarbeit bezieht – Kooperation in Bezug auf den Unterricht (1), schülerbezogene Kooperation (2), klassenbezogene Kooperation (3), schulbezogene Zusammenarbeit...

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