Show Less

Topographien der Begegnung

Untersuchungen zur jüngeren deutschen und polnischen Prosa der "Grenzräume</I> nach 1989

Series:

Izabela Drozdowska-Broering

Die meisten der deutsch geprägten Nord- und Westregionen des heutigen Polens galten in der jahrhundertelangen gemeinsamen Geschichte der beiden Nationen als ein Raum, in dem verschiedene Werte, Traditionen und kulturelle Errungenschaften aufeinandertrafen und einander durchdrangen. Nach 1989 rückten diese Regionen erneut in den Fokus der Literatur. Inwieweit führt aber die literarische Aufschlüsselung der Kulturlandschaften zu einer Begegnung mit dem Anderen? In welchem Maße entspricht sie dem Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Identifikation? Die Monographie bietet ein kritisches Panorama der dominanten Diskurse und Tendenzen innerhalb der deutschen und polnischen Prosa der Grenzräume. Die Darstellung wird durch eine Reihe von exklusiven Interviews mit Autoren abgerundet.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Deutsch-polnische kulturelle Initiativen nach 1989 unter besonderer Berücksichtigung der literarischen Zusammenarbeit - Zwischenbilanz

Extract

In den letzten 15 Jahren war auf dem Feld der deutsch-polnischen Zusammenar- beit eine rege Tätigkeit zu verzeichnen. Die Bundesrepublik Deutschland stellt für Polen den wichtigsten Partner dar sowohl hinsichtlich der kulturellen als auch der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Laut Analysen rangiert Polen für Deutschland jedoch auf dem dritten Platz.42 Eine ganz besondere Rolle kam den Grenzregionen oder Euroregionen zu, zu welchen Pomerania, Pro-Europa- Viadrina, Spree-Neiße-Bober und Neiße-Nisa-Nysa zählen. Im Rahmen der Zu- sammenarbeit wurden Initiativen in den Bereichen Kultur, Sport, Jugendaus- tausch, Tourismus, Umweltschutz sowie Wirtschaft unternommen. Viele dieser Unternehmungen betrafen jedoch vor allem westliche Regionen Polens; zudem war zu erkennen, dass die Finanzierung sich häufig so gestaltete, dass der polni- sche Partner der nehmende, der deutsche der gebende war. Seit dem EU-Beitritt Polens macht sich diesbezüglich ein Ausgleich bemerkbar; die geographische Dominanz der westlichen Gebiete Polens bleibt jedoch nach wie vor bestehen. Eine besondere Rolle spielten im Prozess der Zusammenarbeit und der deutsch- polnischen Aussöhnung und des Dialogs die Kirchen, was durch den 1965 ver- fassten Brief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder eingeleitet wurde. Der berühmte Satz „Przebaczamy i prosimy o przebaczenie / Wir verge- ben und bitten um Vergebung“ wurde zum Leitmotiv des Dialogs. Die Bereit- schaft zu vergeben, die dem christlichen Glauben eigen ist, fand in diesem Schreiben und in vielen späteren Initiativen ihre Widerspiegelung. Nicht nur die Katholische Kirche, sondern auch die Ökumene trägt zur Verständigung zwi- schen den beiden...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.