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«Minimale Kosten, absolut kein Blut»

Österreich-Ungarns Präsenz im Sandžak von Novipazar (1879–1908)

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Tamara Scheer

Der Berliner Kongress 1878 sprach Österreich-Ungarn das Recht zur Besetzung Bosnien-Herzegowinas und eine Truppenpräsenz im Sandžak Novipazar zu. Aufgaben waren die Sicherstellung von Ruhe und Ordnung gemeinsam mit den Autoritäten des Osmanischen Reiches und die Verhinderung einer Vereinigung Serbiens und Montenegros. Die Balkanerfahrung war langfristig prägend. Der alte Erbfeind Osmanisches Reich wurde als zuverlässig kennengelernt – als ebenso multiethnisches Imperium saß man im selben Boot. Intensiver Kundschaftsdienst verurteilte die orthodoxe Bevölkerung als den serbischen Nationalismus verbreitend. Es zeigten sich im Alltag aber auch die inneren nationalen Brüche der Habsburgermonarchie. Annexionskrise und Jungtürkische Revolution beendeten 1908 die 30 Jahre währende Präsenz.

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I. Auswahlbiographie der militärischen und zivilen Repräsentanten im Sandžak698 Hugo Ferdinand Karl Ritter Bilimek von Waissolm: geb. 28.2.1838, 1888 Ge- neralmajor, 1889–1891 Brigadekommandant in Plevlje, 1894 Feldmar- schallleutnant, gest. 21.6.1896. Franz Conrad von Hötzendorf: geb. 11.11.1852 in Penzing bei Wien, 1871 Leutnant, 1879 Hauptmann, 1879–1881 Landesbeschreibungsbüro des Generalstabs, 1887 Major, 1888–1892 Lehrer an der Kriegsschule, 1899 Brigadier, 1903 Divisionär, 1906–1911 und 1912–1917 Chef des General- stabs, 1916 Feldmarschall, 1918 Ruhestand, gest. 25.8.1925 in Bad Mer- gentheim. Wilhelm Ferdinand Matthias Edler von Dessović (Dessovich): geb. 22.5.1845, 1893 Generalmajor, 1893–1896 Brigadekommandant in Plevlje, 1897 Feld- marschallleutnant, gest. 21.11.1908. Graf Ludwig Draškovic (Draskovich) von Trakostyan: 1905–1906 prov. Stell- vertreter des Zivilkommissär in Plevlje, 1908 Zivilkommissär in Plevlje, Leutnant d.R., gest. 7.1909 in Konstantinopel. 698 Die Angaben wurden vor allem aus den folgenden Quellenbeständen und Lite- ratur zusammengestellt: Balla, A Nagy Háború osztrák-magyar tábornokoi; Rathkolb, Von der Orientalischen Akademie zur Diplomatischen Akademie in Wien; ÖStA/KA/Qualifikationslisten und Nachlasssammlung, Österreichisches Biographisches Lexikon, ÖStA/HHStA/Personal- und Spiegelakten; Bosnischer Bote; Schmidt-Brentano, Die k.k. bzw. k.u.k. Generalität 1816-191; Schematis- mus für das kaiserlich und königliche Heer sowie http://www.biographie- portal.eu. 250 Otto Gellinek: geb. 17.1.1876 zu Wokschitz (tschech. Vokšice), 1899 Ober- leutnant, 1900–1904 Stabschef der Brigade in Plevlje, 1903 Hauptmann, 8.6.1909 Militärattaché bei der Gesandtschaft in Belgrad, 1915/16 Stabs- chef des Militärgeneralgouvernement Belgrad, gest. 7.5.1919 Wiener Neudorf. Gustav Freiherr von Goumoens (Goumoëns)...

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