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Resozialisation von Jugendlichen in öffentlichen Einrichtungen

Empirische Befunde und theoretische Reflexionen

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Janine Truniger

Der Band beschäftigt sich mit der Willkür bei der Resozialisation von Jugendlichen in einer öffentlichen Einrichtung. Institutionen sind als Produkt der Kultur zu verstehen. Diesbezüglich muss die Umsetzung eines institutionellen Konzepts an seine strukturellen Grenzen stoßen. Die qualitative und quantitative Analyse der institutionellen Akten hat gezeigt, dass in der Einrichtung Lernfelder, Realitätsnähe und verlässliche Beziehungen zentrale Faktoren für gelingende Resozialisation sind. Entsprechend sollen den Jugendlichen zu einer gelingenden Resozialisation realitätsnahe Lernfelder geboten und rigide Strukturen verhindert werden. Damit Jugendliche auch nach der Institutionalisierung in der Gesellschaft bestehen können, müssen sie Eigenverantwortung für ihr Handeln übernehmen lernen und Selbstvertrauen entwickeln können.

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4 Die ANONYMA

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Da sich die vorliegende Untersuchung mit der Willkür und der Resozialisation in der ANONYMA beschäftigt, ist es notwendig, dass auf der empirischen Ebe- ne in einem ersten Schritt die Strukturen und das Konzept näher betrachtet wer- den. 4.1 Strukturen und Umsetzung des Konzepts in der ANONYMA Nachdem die ANONYMA in der Einleitung bereits kurz vorgestellt worden ist, werden an dieser Stelle sowohl die äusseren als auch die inneren Strukturen nä- her beschrieben, um so das Forschungsfeld nach aussen hin abzugrenzen. Die äusseren Strukturen beziehen sich auf die baulichen und infrastrukturellen Ge- gebenheiten, die inneren Strukturen definieren den konzeptionellen Alltag mit- samt seinen Regelungen. 4.1.1 Äussere Strukturen Der bauliche und infrastrukturelle Rahmen der ANONYMA wird als äussere Strukturen der Einrichtung beschrieben. Eine solche Beschreibung soll dem Ge- samtverständnis des Alltags in der Einrichtung dienlich sein, da architektonische Bedingungen die Lebenswelt massgebend beeinflussen. Vor der Anerkennung der ANONYMA durch das Bundesamt für Justiz (BJ) war sie in einer alten Villa im Stadtzentrum einer grösseren Stadt in der Schweiz untergebracht. Ab dem Zeitpunkt der Anerkennung wurde ein Neubau im Ag- glomerationsgebiet geplant, um so das Platzangebot zu vergrössern. Nach eini- gen baulichen Herausforderungen konnte die neue ANONYMA Ende November 2004 bezogen werden. Bei der heutigen ANONYMA handelt es sich um einen „Hufeisenbau“. Im einen der beiden Längsgebäudeteile befinden sich die beiden Wohngruppen, die je Platz für zehn Jugendliche bieten. Insgesamt umfasst das Gebäude drei Stockwerke. Im Parterre befinden sich in beiden...

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