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Textlinguistik als Querschnittsdisziplin

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Zofia Berdychowska, Zofia Bilut-Homplewicz and Beata Mikolajczyk

Die Untersuchung der Textualität und die Bestimmung von Textsorten sind bis heute die grundlegenden Forschungsbereiche der Textlinguistik. Das Untersuchungsspektrum wird aber laufend durch neue Erkenntnisse und neue methodische Zugänge erweitert. Der Band fokussiert die aktuellen Forschungsinteressen und ebenso den Erkenntnisstand der polnischen und der ausländischen germanistischen Textlinguistik. Im Mittelpunkt stehen der qualitative und der mediale Wandel sowie das Verhältnis der Textlinguistik zu anderen Disziplinen wie zur Diskursforschung. In diesem Zusammenhang gewinnt das Plädoyer für die Textlinguistik als Querschnittsdisziplin an besonderer Relevanz.

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Probleme des Text(sorten)vergleichs

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Heinz-Helmut Lüger Abstract Seit den Pionierarbeiten von Hartmann (1980) und Spillner (1981) hat es nicht an Versuchen gefehlt, die Heuristik des Text- und Textsortenvergleichs näher zu beleuchten und zu den ver- schiedensten Kommunikationsbereichen sprach- und/oder kulturvergleichende Studien vorzu- legen. Aufgrund der Vielzahl von Arbeiten konnte sich inzwischen auf breiter Basis eine Kontrastive Textologie/Textlinguistik etablieren, die längst nicht mehr nur stark konventio- nalisierte Textsorten in den Blick nimmt. Erwähnt seien in dem Zusammenhang speziell auch Ansätze, Tendenzen und Fortschritte in der Kontrastiven Medienlinguistik (Lenk/Chesterman 2005, Lüger/Lenk 2008, Luginbühl/Hauser 2010, Lenk/Vesalainen 2012). Dennoch dürfte es bei diversen Fragen noch Diskussions- und Klärungsbedarf geben. Ein zentraler Punkt ist nach wie vor die Frage, welches Tertium comparationis man zugrundelegt. Was kommt als sprach- und kulturübergreifende Basis und damit als grundsätzliche Bezugs- größe für einen Vergleich in Betracht (vgl. Steger 1991)? Welche Beschreibungsebene ist angemessen, welche Textmerkmale erweisen sich als besonders relevant? Auch die Bedeu- tung empirischer Erhebungen wäre zu prüfen: In welchem Maße sind quantitativ-statistische Analysen notwendig, welche Korpora erscheinen sinnvoll, ab wann kann man von repräsenta- tiven, kulturspezifischen Befunden ausgehen? Und welche Reichweite hätten entsprechende Resultate? Handelt es sich um nationale, regionale oder eher gruppenspezifische Phänomene? 1. Kulturbindung und Textvergleich? Texte und Textsorten hinsichtlich ihrer kulturellen Ausprägung zu untersuchen und miteinander zu vergleichen, gehört zu den altbekannten Aufgaben einer kontrastiv orientierten Textlinguistik. Überhaupt einen derartigen Zusammen- hang zwischen Sprache und Kultur anzunehmen,...

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