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Textlinguistik als Querschnittsdisziplin

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Zofia Berdychowska, Zofia Bilut-Homplewicz and Beata Mikolajczyk

Die Untersuchung der Textualität und die Bestimmung von Textsorten sind bis heute die grundlegenden Forschungsbereiche der Textlinguistik. Das Untersuchungsspektrum wird aber laufend durch neue Erkenntnisse und neue methodische Zugänge erweitert. Der Band fokussiert die aktuellen Forschungsinteressen und ebenso den Erkenntnisstand der polnischen und der ausländischen germanistischen Textlinguistik. Im Mittelpunkt stehen der qualitative und der mediale Wandel sowie das Verhältnis der Textlinguistik zu anderen Disziplinen wie zur Diskursforschung. In diesem Zusammenhang gewinnt das Plädoyer für die Textlinguistik als Querschnittsdisziplin an besonderer Relevanz.

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Sinn und Nutzen textlinguistischer Medienforschung

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Hartmut E. H. Lenk Abstract Mit dem Sprachgebrauch in Massenkommunikationsmedien hat sich die Sprachwissenschaft schon vor der Etablierung der Textlinguistik in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre beschäf- tigt, indem v.a. Zeitungstexte als Quelle für sprachsystematisch orientierte Untersuchungen dienten. Die Untersuchung der Typik medialen Sprachgebrauchs beginnt Anfang der 1970er Jahre. Nicht immer haben diese Ansätze, trotz teils überlappender Gegenstände, die Aufmerk- samkeit der publizistik- und medienwissenschaftlichen Forschung gefunden, noch seltener sind sie dort auf Gegenliebe gestoßen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um das Profil und den Status der Medien- linguistik wird gezeigt, dass die Textlinguistik einen sinnvollen eigenen Beitrag für die Be- schreibung von Medientextsorten zu leisten vermag. 1. Mediensprache als Forschungsgegenstand mehrerer Disziplinen Das Untersuchungsobjekt ‚Kommunikation/Sprachgebrauch/Texte in den Me- dien‘ ist Gegenstand mehrerer Wissenschaften. Eine der zentralen Disziplinen stellt die Publizistikforschung resp. Journalistikwissenschaft dar. In Deutschland hat sie besonders in der Zeitungsforschung eine längere Tradition. In den USA entwickelte sich in den 1930er und 1940er Jahren die Massenkommunikations- forschung, die selbst wiederum mehrere Richtungen aufwies. Diese schöpften ihre Forschungsansätze und -methoden aus unterschiedlichen Wissenschaftsdis- ziplinen (wie der Soziologie, Politologie, Sozial- und Experimentalpsychologie, Sprachphilosophie).1 Die heute auch in Deutschland gut etablierte Kommunika- tionswissenschaft als jüngere Disziplin (Maletzke 1998: 11, Pürer 1998: 9) be- fasst sich zwar nicht ausschließlich, aber doch in einem essenziellen Gegen- standsbereich mit Massen- und mit Medienkommunikation. Mit deren Inhalten sind aber auch andere als die oben bereits erwähnten Wissenschaften befasst,...

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