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Textlinguistik als Querschnittsdisziplin

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Zofia Berdychowska, Zofia Bilut-Homplewicz and Beata Mikolajczyk

Die Untersuchung der Textualität und die Bestimmung von Textsorten sind bis heute die grundlegenden Forschungsbereiche der Textlinguistik. Das Untersuchungsspektrum wird aber laufend durch neue Erkenntnisse und neue methodische Zugänge erweitert. Der Band fokussiert die aktuellen Forschungsinteressen und ebenso den Erkenntnisstand der polnischen und der ausländischen germanistischen Textlinguistik. Im Mittelpunkt stehen der qualitative und der mediale Wandel sowie das Verhältnis der Textlinguistik zu anderen Disziplinen wie zur Diskursforschung. In diesem Zusammenhang gewinnt das Plädoyer für die Textlinguistik als Querschnittsdisziplin an besonderer Relevanz.

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Sollte die bottom-up-Perspektive in der Textlinguistik rehabilitiert werden? Arten der Textrekurrenz und die Wissensbestände des Rezipienten

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Stojan Bračič Abstract Im Beitrag wird von der bekannten Tatsache ausgegangen, dass bei der Semiose eine Koope- ration von Textproduzent und Textrezipient nötig ist und ein Text erst zum Text wird, wenn der Textrezipient seinen Anteil daran geleistet hat und die Textfunktion mit der Textintention weitestgehend in Einklang gebracht wird. Der kommunikative Aufwand des Textrezipienten bei der Textrezeption hängt auch von der Art ab, wie ein Text an der Oberfläche konstituiert ist. Vor diesem Hintergrund wird the- matisiert, welche Wissensarten in welchem Umfang aktiviert werden müssen, damit der Text als komplexer Sprechakt gelingt. Je expliziter die Verknüpfung von Textelementen an der Textoberfläche ist, desto kleiner scheint in der Regel die Verarbeitungsmühe im Rezeptions- prozess (Gewinn-Verlust-Relation, de Beaugrande/Dressler 1981, passim). Auf der einen Sei- te haben wir völlig transparente Vertextungsverfahren (z.B. Rekurrenz durch Substitution mit Lexemrepetition oder Pronominalisierung; Junktion); der Rezeptionsprozess läuft in diesem Fall mehr oder weniger automatisch. Am anderen Pol liegen indirekte Anaphorik (Kontigui- tät, Schema, frame u.d.m.) und asyndetische Satzverknüpfung; erst die Aktivierung komple- xer Wissensbestände ermöglicht hier eine eindeutige Erschließung der kohäsiven Bezüge. Im Beitrag werden diese Phasenübergänge in ihrer graduellen Abhängigkeit und ihre Rolle bei der Herstellung der Kohäsions- und Kohärenzbezüge – auch in der fremdsprachli- chen Perspektive – überdacht. Ziel des Beitrags Der vorliegende Beitrag verfolgt drei Ziele: • einen Ansatz zur Systematisierung der textkohäsiven Oberflächen- phänomene unter besonderer Berücksichtigung ihrer...

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