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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Edited By Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Energiewirtschaft als Problem einer regionalen Hansegeschichte: Von Harm von Seggern

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Energiewirtschaft als Problem einer regionalen Hansegeschichte Von Harm von Seggern Einleitung Es gehört zu den Allgemeinplätzen des modernen Denkens, dass die Energiever- sorgung von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft wie für das Privatleben ist. Spätestens seitdem der Club of Rome 1972 in seiner viel beachteten Studie mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ die Vermutung ausgesprochen hat, dass die Rohstoffvorräte auf der Erde irgendwann aufgebraucht sein könnten, was durch die Erdölkrise des Jahre 1973 und die dadurch bedingte Rezession in den Industrie- ländern dramatisch bestätigt zu werden schien, ist ein allgemeines Bewusstsein von der prekären Abhängigkeit von den Energieträgern vorhanden. Heutzutage stellen die Energiekosten einen wichtigen Faktor bei der privaten Lebensführung dar, für Autofahrer genießt insbesondere der Benzinpreis eine hohe, auch mediale Auf- merksamkeit. Von daher verwundert es nicht, dass ab den frühen 1970er Jahren auch in der Wirtschaftsgeschichte die Frage nach dem Energieproblem in der älteren Gesellschaft entstand. Energiewirtschaft meint im Rahmen dieses Beitrags speziell die Brennstoff- versorgung der spätmittelalterlichen Städte. Diese Präzisierung ist notwendig, da es im Mittelalter eine ganze Reihe von verschiedenen Formen der Energiegewinnung gab; es sei nur an die Einführung der Wasser- und Windmühlen und die aufrecht stehenden Treträder in den Kränen sowie die liegenden Hunde- und Pferdegöpel erinnert. Merkwürdigerweise ist die Brennstoffversorgung der Städte nicht besonders gut untersucht. Im Mittelpunkt der Forschung stand bisher die weit verbreitete...

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