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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Adel, Ministerialität, Freie: Welchen sozialen Stand hatten die Mitglieder der Lübecker Führungsgruppe(n) im 12.und 13. Jahrhundert?: Von Julia Hoffmann

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Adel, Ministerialität, Freie: Welchen sozialen Stand hatten die Mitglieder der Lübecker Führungsgruppe(n) im 12. und 13. Jahrhundert? Von Julia Hoffmann 1. Fragestellung Die Arbeit „Adel, Ministerialität, Freie: Welchen sozialen Stand hatten die Mit- glieder der Lübecker Führungsgruppe(n) im 12. und 13. Jahrhundert?“ beschäftigt sich mit der Frage, welchen sozialen Gruppen die Einwohner des frühen Lübecks, die die Führungsgruppe(n) bildeten, entstammten. Im Besonderen steht die Frage im Raum, ob es unter diesen auch Ministeriale gab und wenn ja, wer diese waren. Dass es Ministeriale gab, und dass diese sich auch nachweisen lassen, bildet die Arbeitshypothese zu Beginn der Arbeit. Die Erforschung der Führungsgruppen der mittelalterlichen Städte hat eine lange Tradition. Das Interesse galt vor allem dem sog. Patriziat, wobei die ältere Forschung den Patriziatsbegriff, der in den Quellen erst seit dem 16. Jahrhundert zu finden ist, auf das Mittelalter zurückprojizierte. Dieser Anachronismus findet sich auch heute noch in vielen Forschungsarbeiten. In den letzten Jahrzehnten wurde das Bild dahingehend verändert, dass die große Entwicklungslinie nun darin gese- hen wird, dass städtische Führungsgruppen und landadlige Herrschaftsträger oft ebenbürtig und durch gemeinsames Konnubium miteinander verbunden waren. Regional unterschiedlich endete diese Gemeinsamkeit seit dem späten 14. Jahr- hundert und besonders im 16. Jahrhundert betonte der landgesessene Adel, vor allem die ritterschaftlichen Gruppen, seine ständische Besserstellung, die er u. a. durch Ahnenproben symbolisierte. Meine Untersuchung ist dem ersten Abschnitt dieser langen gesellschaftlichen...

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