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Hansegeschichte als Regionalgeschichte

Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Winterschule in Greifswald vom 20. bis 24. Februar 2012

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Oliver Auge

Dieser Band versammelt die Beiträge einer interdisziplinären und internationalen Winterschule, die vom 20. bis 24. Februar 2012 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaft, Museologie und Didaktik äußern sich aus ihrer Sicht zum neuen Forschungsdesign, das Hansegeschichte regionalhistorisch begreifen und erforschen will. Außerdem stellen angehende Hanseforscherinnen und Hanseforscher ihre laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekte vor. Der Band vermittelt so einen guten Eindruck, was Hanseforschung zurzeit ausmacht und wie künftige Perspektiven der Hanseforschung aussehen können.

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Die Fernhandelsgeschäfte der Mitglieder der Lübecker Krämerkompanie am Beispiel der Lübecker Pfundzollbücher aus den Jahren 1492 bis 1496: Von Sabrina Stockhusen

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Die Fernhandelsgeschäfte der Mitglieder der Lübecker Krämerkompanie am Beispiel der Lübecker Pfundzollbücher aus den Jahren 1492 bis 1496 Von Sabrina Stockhusen In seinem Aufsatz über die Kaufmannstypen im Mittelalter betont Franz Irsigler „die Bedeutung der Detailhändlergruppen für das tägliche Leben in einer spät- mittelalterlichen Stadt, für den regelmäßigen Austausch von Stadt und Umland, für die Konstanz der wirtschaftlichen Zentralfunktion und der Position einer Stadt in der Hierarchie der Zentralorte.“1 Insbesondere die zu den gewerblichen Zünften oder Ämtern gehörenden Krämer mit ihren festen Krambuden in der Stadt über- nahmen demnach nicht nur den Lokal- und Regionalhandel mit Kramwaren zur Versorgung der Endverbraucher, sondern konnten in Ausnahmefällen auch am Fernhandel mit Luxus- und Massengütern partizipieren.2 Erich Köhler zählt in seiner umfassenden betriebswirtschaftlichen Untersuchung zur Krämerei im Mittel- alter neben dem Wareneinkauf vom örtlichen oder auswärtigen Großhändler und dem regionalen oder überregionalen Messebesuch, auch den eigenen Fernhandel der Krämer vorzugsweise zur Warenbeschaffung für den eigenen Kram auf.3 Dort wurden diese Waren mit der Elle und Waage gemessen und zu kleinen Preisen, d. h. zu Pfennigwerten, verkauft.4 So weisen die Hansischen Pfundzolllisten des Jahres 1368 den Import beispielsweise von Butter und Fleisch aus Schweden, von Seife aus Reval oder von Tuchen aus Flandern durch Lübecker Krämer auf.5 Die Handelsgüter von Krämern waren mit denen von Groß- und Fernhändlern zum gro- ßen Teil...

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