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Ludwig Bechstein: Die kleinen Novellen und die Erzählungen

Inhalte – Kommentare – Materialien

Susanne Schmidt-Knaebel

Ludwig Bechstein (1801 bis 1860) ist heute vor allem durch seine Märchen- und Sagenadaptationen bekannt. Er hat aber auch zahlreiche Romane und Erzählungen geschrieben, von denen nicht wenige zu seinen Lebzeiten äußerst erfolgreich waren. Diese Studie ist denjenigen Texten gewidmet, die der Autor selbst als seine kleinen Novellen bezeichnet. Mit einer interdisziplinären Methode, die Arbeitsweisen der Literaturwissenschaft um die einer Linguistik literarischer Texte ergänzt, wird für jede Novelle ein dreiteiliger Kommentar erstellt. Er besteht aus einer Inhaltsangabe, der Beschreibung der semantischen und syntaktischen Besonderheiten und einer Zusammenstellung der zeitgenössischen, beziehungsweise – falls vorhanden – moderneren Kritik. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Frage nach den Quellen der einzelnen Texte und deren Bezügen zu anderen Teilen des Gesamtwerks gelegt. So lassen sich frühe von mittleren und späten Texttypen unterscheiden, und diejenigen Rezensenten werden widerlegt, die Bechstein jede Entwicklung in Bezug auf seine erzählende Prosa abgesprochen haben. Ferner lassen sich die Fremdanteile in drei postum veröffentlichten letzten Novellen identifizieren.

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6 Aus Heimath und Fremde. Erzählungen (1839)

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Zwei Bände. Leipzig (August Taubert) 659 Seiten. Auf dem Schutztitel stand: Lud- wig Bechstein’s gesammelte Erzählungen und Novellen. Fünfter Band. Eine kom- mentierte Auswahl von Josef Hirmann erschien in Wien 1913. Band 1 steht im Inter- net unter http://books.google.de zur Verfügung. In einigem zeitlichem Abstand folgte den drei ersten Sammlungen eine Anthologie des Übergangs, die neun z.T. in bereits weiter zurückliegenden Jahren entstandene Novellen enthält.181 Diese Sammlung AHuFr ist die erste, zu deren Planung und Drucklegung die Bechstein-Briefe detailliert Auskunft geben. Wie die Briefe an Storch182 und Bechsteins Korrespondenz mit August Taubert ausweisen, hatte die Sammlung eine bewegte Entstehungsgeschichte. Aus StB 29 geht hervor, dass ein Herr Müller, vermutlich Friedrich Konrad Müller v.d. Werra, der Herausgeber des Thüringer Volks-Kalenders für Heimath und Fremde, das ihm angebotene Material ablehnte, worauf im November/ Dezember 1836 der Verlag Johann David Sauerlän- der Interesse dafür zeigte, ohne dass ein Vertrag zustande kam. Bechsteins Angebot an Taubert, den Leipziger Buchhändler und Verleger, erfolgte dann fast zwei Jahre später: 19. Nov. 1838: „Ich beabsichtige zunächst unter dem Titel: Aus der Heimath und Fremde, Erzäh- lungen von L.B. zwei Bändchen in Verlag zu geben, welche ich Ihnen überlassen könnte. Es wer- den den Inhalt derselben sechs bis 8 kleine und größere Erzählungen bilden, von denen mehrere vor einigen Jahren in Zeitschriften zerstreut erschienen (gilt in der endgültigen Auswahl für Der Geist auf Christburg, Der...

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