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Textsorten der Unternehmenskommunikation aus kontrastiv-textologischer Perspektive

Eine Untersuchung der Aktionärsbriefe und Einstiegseiten der deutschen und italienischen Banken

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Goranka Rocco

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, Texte aus dem Bereich der Unternehmenskommunikation wie Aktionärsbriefe und Einstiegseiten von Online-Präsentationen der größten deutschen und italienischen Banken zu konfrontieren. Als theoretischer Rahmen dient dabei das von der Autorin erarbeitete Holistische Modell der kontrastiven Textologie, auf dessen Grundlage die textsortenspezifischen Merkmale sowie die einzelsprachlichen Eigenheiten der untersuchten Texte herausgearbeitet werden. Berücksichtigt werden dabei nicht nur die pragmatisch-kommunikativen, thematisch-strukturellen und sprachlichen Merkmale, sondern auch die textsemiotischen Aspekte, der Standardisierungs- und Verbreitungsgrad der Texte und schließlich die kulturspezifischen Implikationen der ermittelten Textunterschiede.

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II ANALYSEERGEBNISSE: AKTIONÄRSBRIEF UND EINSTIEGSEITEN

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85 II ANALYSEERGEBNISSE: AKTIONÄRSBRIEF UND EINSTIEGSEITEN 1 Pragmatisch-kommunikativer Rahmen der untersuchten Textsorten: deutsche und italienische Banken im allgemeinen Wirtschaftskontext 1.1 Der allgemeine Kontext Den allgemeinen kommunikativen Rahmen der von Banken jährlich ver- öffentlichten Geschäftsberichte, wie auch der anderen Texte, die der Großtextsorte Unternehmenspräsentation zugeordnet werden können, stellt die zunehmend globalisierte Welt der Wirtschaft und der Finanzen dar. Im Hinblick auf die Fragestellungen dieser Untersuchung ist die fortschreitende Internationalisierung der Wirtschaft als einer der zentra- len Einflussfaktoren zu bezeichnen. Von besonderer Relevanz für die In- terpretation der einzelnen Textmerkmale sind ferner mehrere andere As- pekte, die im Folgenden näher beleuchtet werden sollen: z.B. die landes- spezifische Bankenstruktur, die aktuellen Wirtschaftsentwicklungen und die Art und Weise, wie diese in der Politik und in den Medien präsentiert werden. Die in I.4 angeführten deutschen und italienischen Bankinstitute, die den Untersuchungsgegenstand dieser Studie bilden, sind als Bestandteile des europäischen und internationalen Bankwesens miteinander verzahnt und weisen zunehmend Parallelen auf. Dieses Grundcharakteristikum schließt jedoch nationalspezifische Unterschiede nicht aus. Ein Spezifi- kum der deutschen Banken, aus dem sich auch bestimmte Eigenschaften der untersuchten Textsorten herleiten, stellt das so genannte Drei-Säulen- Modell dar, das auf drei Basistypen von Geldinstituten basiert (vgl. I.4.3). Dieses Strukturprinzip liegt u.a. der großen Rolle der zumeist regional tätigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken zugrunde und ist nicht zuletzt einer der Gründe für den vergleichsweise niedrigen Banken- Konzentrationsgrad in Deutschland.55 55 Vgl. Bertozzi/Delli Castelli (2005: 42). Einen Überblick bietet...

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