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Zur unterschiedlichen Wahrnehmung des Politischen in den USA und der Bundesrepublik Deutschland

Eine kritische Interpretation

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Arne Arps

In den letzten Jahren waren in den USA und der Bundesrepublik Deutschland deutlich unterschiedliche Sichtweisen in der Betrachtung des Politischen auszumachen. Oftmals sorgen diese unterschiedlichen Bewertungen für Irritationen im Verständnis des Handelns des jeweils Anderen. In dieser Studie wird versucht, diese Unterschiedlichkeit auf zwei Ebenen zu untersuchen und dabei diese Ebenen miteinander zu verbinden. Zunächst wird eine historische Betrachtung vorgenommen, die die jeweiligen Ursprünge der Wahrnehmung und ihre damit einhergehende Verankerung in der Bevölkerung verdeutlichen. Daran schließt sich eine Interpretation mit Hilfe der politischen Denker Siegfried Landshut, Wilhelm Hennis und Ernst Vollrath an.

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5 Zwischenfazit: UnterschiedlicheWahrnehmung des Politischen in den USA und der Bundesrepublik

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5 Zwischenfazit: Unterschiedliche Wahrnehmung des Politischen in den USA und der Bundesrepublik 5.1 Historischer Kontext als Grundlage der Wahrnehmung Die Wahrnehmung des Politischen ist, wie wir am Phänomen der Politik- verdrossenheit sehen konnten, ein subjektiver, emotionaler Prozess.359 Sie erfolgt durch die stetige Beurteilung der politischen Vorgänge im Ver- gleich zum Raster der eigenen Maßstäbe für eine erstrebenswerte Gesell- schaftsform. Wie eine solche Gesellschaftsform in diesem Gedankenkonstrukt des einzelnen Bürgers aussehen soll, ist ein Produkt seiner Sozialisation. Wel- che Werte wurden ihm in der Zeit seines Aufwachsens vermittelt, wo lie- gen seine entsprechenden Prioritäten? Entscheidend sind die Einflüsse aus dem Elternhaus, aus der Schule (und der hier zu beobachtenden poli- tischen Bildung!) und die um diese Lebenssituation herum existierende gesellschaftliche Wirklichkeit. Diese Faktoren beeinflussen die jeweilige Einstellung der Bürger zum Politischen. Aus diesen einzelnen Wahrneh- mungsmustern wiederum vervollständigt sich in ihrer komplexen Gänze die politische Kultur einer Nation, wie bereits die zentrale Formulierung von Gabriel Almond und Sidney Verba in ihrer „Civic Culture“-Studie treffend aufzeigt: „When we speak of the political culture of a society, we refer to the politi- cal system as internalized in the cognitions, feelings and evaluations of its population. [...] The political culture of a nation is the particular distribu- tion of patterns of orientation toward political objects among the mem- bers of the nation.“360 359 Vgl.: ARZHEIMER: S. 28. 360 ALMOND/VERBA [1963]: S.13. 130 Zwischenfazit Bezüglich der Ursache unterschiedlicher Wahrnehmungsmustern in ein- zelnen...

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