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Das Urheberpersönlichkeitsrecht und das allgemeine Persönlichkeitsrecht

Eine vergleichende Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung, des Inhalts, des postmortalen Schutzes und der Übertragbarkeit

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Patrick Fromlowitz

Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem postmortalen Schutz und der Übertragbarkeit des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Sie vergleicht die für das allgemeine Persönlichkeitsrecht entwickelten Grundsätze mit den für das Urheberpersönlichkeitsrecht geltenden Regelungen. Angesichts diverser Parallelen zwischen beiden Rechten kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass sowohl die ideellen als auch die materiellen Bestandteile des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ebenso wie das Urheberpersönlichkeitsrecht nach dem Tode des Rechtsträgers auf die Erben übergehen sollten. Darüber hinaus legen die bestehenden Gemeinsamkeiten eine rechtliche Gleichbehandlung beider Rechte hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit nahe. Die Arbeit spricht sich für die Möglichkeit dinglicher Rechtsgeschäfte aus.

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Teil 1. Die Entwicklung des Urheberpersönlichkeitsrechts und des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

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A. Die Entwicklung des Urheberpersönlichkeitsrechts Das Urheberpersönlichkeitsrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Interessen am Werk (vgl. § 11 UrhG) und dient damit der Verwirk- lichung des ideellen Urheberschutzes. Der Schutz der ideellen Urheberinteressen durch das Urheberpersönlichkeitsrecht ist inzwischen eine Selbstverständlich- keit. Bis zur Vollendung des ideellen Urheberschutzes mit der Normierung im Urheberrechtsgesetz im Jahre 1965 hat das Urheberpersönlichkeitsrecht einen langen Weg zurückgelegt. I. Entwicklung des Urheberrechts in der Lehre Vor allem in der Lehre war man sich lange Zeit nicht einig, ob das Urheberrecht als Vermögensrecht oder als Persönlichkeitsrecht einzuordnen sei. 1. Lehre vom geistigen Eigentum Angestoßen wurde die Diskussion über die Rechtsnatur des Urheberrechts Ende des 18. Jahrhunderts durch die naturrechtliche Lehre vom geistigen Eigentum. Ihr lag der Gedanke zugrunde, dass der Urheber an seinem Werk ein „geistiges Eigentum“ habe, das dem Urheber – ebenso wie das sachenrechtliche Eigentum – gewisse Rechte einräume1. Man verstand das Urheberrecht dementsprechend als ausschließliches Vervielfältigungsrecht des Urhebers am Werk2. Damit unterschied sich die Lehre vom geistigen Eigentum deutlich vom Pri- vilegienwesen, das nach der Erfindung des Bücherdrucks durch Johannes Gu- tenberg um das Jahr 1440 bereits die Notwendigkeit einer Absicherung der wirt- 1 Bappert, Wege, S. 254; Gieseke, Entwicklung, S. 72; Ulmer, Urheber- und Verlags- recht, S. 105 ff. 2 Gieseke, Entwicklung, S. 84; Heeschen, Urheberpersönlichkeitsrecht, S. 9; Hubmann, UFITA 106 (1987), 145 (145); Rehbinder, Urheberrecht, Rn. 21; Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, S. 106. 6 schaftlichen Risiken...

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