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Kritische Betrachtungen über Reklame

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Klaus Rodax

«Es ist die absolute Unwahrheit, wenn behauptet wird: «Die Reklame lenkt den Verbrauch zu jenen Waren, von denen sich die Kundschaft die meiste Freude verspricht». Tatsächlich lenkt aber die Reklame den Verbrauch zu jenen Waren, deren Absatz dem Verkäufer den größten Profit bringt; dazu suggeriert man dem Käufer, daß er größere Freude an dieser Ware haben werde – «man bringt ihn dazu, zu glauben ...»» (Theodor Geiger).

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Editorischer Bericht

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Die Übersetzungsgrundlage der vorliegenden deutschen Textfassung ist Theodor Geigers dänische Monographie „KRITIK AF REKLAMEN“, die im Jahre 1943 im Kopenhagener Nyt Nordisk Forlag · Arnold Busck erschienen ist; sie blieb als Ausgabe letzter Hand die einzige Auflage zu Geigers Lebzeiten und ist auch nach seinem Tod im Jahre 1952 nicht wiederaufgelegt worden. Die Monographie schien vergessen, und daran hat, wenn auch gewiß nicht willentlich, schon der Verleger mitgewirkt. Er hatte offenkundig keine guten Kontakte zur (Fach-)Presse – es erschienen insgesamt, wie bereits in der Vorrede erwähnt, offenbar nur drei dänische Rezensionen. Sehr wahrscheinlich spielte in seinen Überlegungen auch die bedrohliche politische Lage nach der deutschen Besetzung Däne- marks eine große Rolle und könnte zu seiner Zurückhaltung beigetragen haben; niemand wußte ja, wie sich die Dinge entwickeln würden. Ver- mutlich wurde die Monographie auch nur in kleiner Auflage gedruckt.1 Geigers Untersuchung hat eine in vielfacher Hinsicht lange und nicht ganz einfache Entstehungs- und Editionsgeschichte. Geiger begann mit den Vorarbeiten und einer intensiven, systematischen Lektüre der Fachli- teratur offensichtlich sehr bald nach seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Soziologie und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Aarhus im Jahre 1938,2 setzte sie mit einem zwischenzeitlichen Studienaufenthalt zur Literaturrecherche an der Handelshochschule Kopenhagen im Frühjahr 1940 fort und beendete die Arbeit schließlich mit der Niederschrift und 1 Das Archiv des Nyt Nordisk Forlag · Arnold Busck, das den Schriftwechsel enthielt und über alle aufgeworfenen Fragen hätte Auskunft geben k...

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