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En feo libro non feo saber

Untersuchungen zur Stellung der Todsünden im "Libro de buen amor</I> des Juan Ruiz

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Katrin Hedwig

Die Untersuchung befasst sich mit der kompositorischen Stellung und den semantischen Auswirkungen, die die Todsünden ( pecados mortales) im Libro de buen amor haben. Die historischen Vorlagen werden von Juan Ruiz literarisch transformiert. Die Analysen zur Morphologie heben unter verschiedenen Perspektiven ( pelea, penitencia, armas cristianas) die Einsätze gegen Anfang, Mitte und Ende hervor, die rezeptionsästhetisch interpretiert werden. Die Handlungen, in denen die Todsünden auftreten, kommen aus vorausgehenden Geschichten her, schlagen in Leerstellen um und gehen in andere Geschichten über. Die theologische Todsündenthematik übersetzt sich im Libro de buen amor in literarische Figuren und wird damit personalisiert. Aus den Handlungsfiguren lassen sich Interpretamente ableiten, die die Ambiguitäten, Umkehrungen und Spiegelungen im Text näher auslegen. Das Hauptthema des Werkes oder der cantus firmus geht in Begleitstimmen und kontrapunktische Variationen über, die sich als textuelle Polyphonie verstehen lassen.

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Sprachen – Literaturen – Kulturen. Aachener Beiträge zur Romania

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Sprachen – Literaturen – Kulturen Aachener Beiträge zur Romania Thematisch eng verknüpfte monographische Darstellungen aus den drei großen Be- reichen Sprache, Literatur und Kultur sollen dieser Reihe vorbehalten bleiben, die sich in übergeordneten Fragestellungen auf die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Romania, ihrer Sprachgemeinschaften und Kulturräume in der Welt öffnen will. Wesentliches Merkmal der hier veröffentlichen Studien sollen Verständlich- keit und Originalität in der Darstellung der Zusammengehörigkeit der romanischen Welten sein, die im Zeitalter der Globalisierung stärker als zuvor in den Vorder- grund tritt. Die ursprüngliche Zusammengehörigkeit der europäischen Romania gründet auf dem Niedergang des imperium romanum und fand zunächst im Christentum ein einendes Band. Ihm entlehnt sie auch den Anspruch auf universelle Gültigkeit der Kulturen, der sich im Verlauf der Jahrhunderte als assimilierende und zugleich zer- störerische Dynamik erwies. Imitatio und emulatio prägten nicht nur die Auseinan- dersetzung mit dem lateinischen Schriftgut, sondern auch das interkulturelle und transnationale Bezugssystem der volkssprachlichen Texte in der Romania. Heute entstehen Rede und Gegenrede der Texte konstruktiv und dekonstruiert vielstimmig im Nebeneinander der unterschiedlichen Register von Sprachnorm und Sprachbruch. Häufig sind sie hybrid in ihrer Umformung und polyzentrisch in un- terschiedlichen geographischen Räumen angesiedelt, die nur unzureichend mit Zentrum und Peripherie benannt werden. Diese Entwicklungen zu dokumentieren und zu interpretieren ist das Ziel dieser Reihe. Aachen, im August 2013 Anne Begenat-Neuschäfer

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