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Schulische Gewaltprävention

Abbau sozialer Benachteiligung durch Schulentwicklung

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Jutta Wawretschek-Wedemann

Schulische Gewaltprävention ist ein zentrales Element von Schulentwicklung. Verstanden als Förderstrategie, kann sie eine Präventions- und Interventionsmöglichkeit darstellen, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommt. Vor dem Hintergrund einer theoretischen Bestandsaufnahme schulischer Gewaltprävention gibt die als Fallstudie angelegte Untersuchung einen Einblick in die Umsetzung schulischer Gewaltprävention entlang der Gestaltungsebenen von Schulentwicklung am Beispiel von Hamburg und Berlin.

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2 Gewalt als negativer Effekt der Kumulation sozialer Benachteiligung im Bildungssystem

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Aufgrund des skizzierten engen Zusammenhangs von sozialer und Bildungsbe- nachteiligung sowie der Entstehung von Gewalt, geht die Arbeit der Frage nach, ob und inwiefern schulische Gewaltprävention aktuell im Rahmen von Schul- entwicklungsprozessen umgesetzt wird. Zur Bearbeitung der erkenntnisleitenden Fragestellung sind vor diesem Hintergrund zunächst soziale Benachteiligungs- prozesse im Rahmen von Schule sowie Gewalt als negativer Effekt sozialer Be- nachteiligung aus einer sozialisations- und ungleichheitstheoretischen Perspekti- ve zu analysieren, um anschließend Möglichkeiten und Grenzen von Schulent- wicklung und Gewaltprävention im Hinblick auf den Abbau sozialer Benachtei- ligung aufzuzeigen. Dafür werden im Folgenden nach einer Klärung zentraler Begriffe (2.1.1) die empirischen Befunde zur Benachteiligung im Bildungssystem zusammenge- tragen (2.1.2) und anschließend die theoretischen Erklärungsansätze zur Repro- duktion von Bildungsungleichheit dargestellt (2.1.3). Diese verweisen auf insti- tutionelle Bedingungsfaktoren, das familiale Bildungsverhalten und die Abhän- gigkeit von sozialen, kulturellen und ökonomischen Ressourcen. Dabei wird auch die Bedeutung der sozialstrukturell bedingten Kompetenzentwicklung deutlich (2.1.4). Schließlich ist die Entstehung und Entwicklung von Gewalt in den Blick zu nehmen und ihre Verknüpfungen mit den zuvor dargestellten Be- nachteiligungsprozessen herauszufiltern (2.2). Dafür sind der Gewalt-Begriff zu definieren (2.2.1), die empirischen Befunde zur Gewaltentstehung zu referieren (2.2.2), theoretische Erklärungsansätze aufzuzeigen (2.2.3) sowie der Zusam- menhang von sozialer Benachteiligung, Bildungsbenachteiligung und Gewalt zu klären (2.2.4). Vor diesem empirischen und theoretischen Hintergrund kann eine präzise Bestimmung sozialer Benachteiligung im Bildungssystem und ihrer Verknüp- fungen mit Gewalt vorgenommen werden, die eine notwendige Grundlage...

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