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Schulische Gewaltprävention

Abbau sozialer Benachteiligung durch Schulentwicklung

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Jutta Wawretschek-Wedemann

Schulische Gewaltprävention ist ein zentrales Element von Schulentwicklung. Verstanden als Förderstrategie, kann sie eine Präventions- und Interventionsmöglichkeit darstellen, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommt. Vor dem Hintergrund einer theoretischen Bestandsaufnahme schulischer Gewaltprävention gibt die als Fallstudie angelegte Untersuchung einen Einblick in die Umsetzung schulischer Gewaltprävention entlang der Gestaltungsebenen von Schulentwicklung am Beispiel von Hamburg und Berlin.

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Kriterienkatalog 1) Pädagogische Möglichkeiten schulischer Gewaltprävention Lernkultur: • Lebens- und Praxisweltbezug der Lerninhalte, Schülerorientierung des Unterrichts (Anschaulichkeit der Unterrichtsinhalte, ein den Schülern in ihrer Heterogenität angemessenes Tempo, Möglichkeit der Beteiligung) => didaktisch-methodische Abwechslung, individualisierte Lernzugänge und Lernformen, Vielfalt der Lernorte und Lerngelegenheiten, Wahl- und Neigungsangebote, Aufgreifen der lebensweltlichen Erfahrungen und Probleme der Schüler, Schulprojekte/Projektlernen; handlungsorientierte Unterrichtsformen; erfahrungsorientiertes Lernen • Leistungschancen fördern, gerechte Chancenstruktur schaffen, Schulver- sagen verhindern => Kriterien der Leistungserbringung und -beurteilung transparent und eindeutig festlegen; differenzierte Förderkonzepte; för- derndes Lehrerengagement; im Falle des Schulversagens, der Schulver- weigerung oder bei Umschulungen Hilfsangebote bereit stellen; Lernan- forderungen an die Eingangsvoraussetzungen der Schülerschaft anpassen; klar strukturierter Unterricht; professioneller Umgang mit Störungen; Be- tonung der individuellen Lernfortschritte; Förderung selbstinitiierter Lernstrategien Sozialklima: • Förderung der Gemeinschaft, soziale Bindung, Integration => Schulfahr- ten, Feste, Feiern, Kulturveranstaltungen, Projekte; Klassenebene: Erleb- nisorientierung, Helfersysteme, Dienste, Projektarbeit; strukturelle Ebene: Lehrerteams, kleine Schülergruppen, regelmäßige Klassenkonferenzen • Konfliktverhalten der Lehrer verbessern => Beförderung einer selbstre- flexiven Haltung, Verhaltenstraining, Empathie/Sensibilität für Schüler- probleme, partnerschaftlicher Interaktionsstil, Vorbildfunktion, Klima im Kollegium, spezielle Kommunikationsformen, Erweitern des Handlungs- repertoires • Förderung des Sozialverhaltens: Sozialerziehung => soziales Lernen, Übung in alltäglichen Schulsituationen, im Fachunterricht, in der Projekt- arbeit und der schulischen Freizeit; Erarbeitung von Gruppenregeln; Sportunterricht, Bewegungsmöglichkeiten; offene Formen der Lernarbeit, 340 die Kooperation und Hilfestellung üben; Projekte, Schulfahrten interkul- turelle Bildung und Erziehung; Gestaltung von Schulgebäude und Schul- hof Regeln + Umgang mit Regelverstößen: • klare Verhaltensregeln => Klassen- +...

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