Show Less

Konstruktionsgrammatik in den romanischen Sprachen

Series:

Sabine De Knop, Fabio Mollica and Julia Kuhn

Trotz der allgemeinen Akzeptanz der Konstruktionsgrammatik für die Beschreibung sprachlicher Phänomene im englischen und deutschen Sprachraum hat das Modell der Konstruktionsgrammatik bislang wenig Interesse in der Romanistik gefunden. Dieser Band bietet zwölf konkrete Untersuchungen zu Konstruktionen unterschiedlicher Komplexitätsgrade aus der Morphologie, der Syntax und der Textlinguistik und zwar für die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, und Katalanisch, sowie für Latein, und zeigt dabei den Nutzen konstruktionsgrammatischer Beschreibungsansätze auf.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Eine Untersuchung von Kausalkonstruktionen mit Farbbezeichnungen im Rahmen der Konstruktionsgrammatik

Extract

1 Sabine De Knop 1. Einleitung Die Untersuchung und Beschreibung von Farben und Farbtermini hat schon lange Wissenschaftler unterschiedlicher Richtungen interessiert, wie die ausführliche Bibliographie von Caivanio/Becerra (2007), oder die Sammelbände von Biggam et al. (2011), Hardin/Maffi (1997) und Plümacher/Holz (2007) beweisen. Zahlreiche Studien in der Linguistik befassen sich mit einzelnen Farbkategorien und Farb­ bezeichnungen, ohne dabei größere Kontexte zu berücksichtigen. Dies wird von Lucy (1992: 185) mit folgenden Argumenten kritisiert: lexemes are privileged over other forms and then are studied without reference to their grammatical properties, including their relations with other lexemes. Thus, significant structural differences among languages are washed out. On the other hand, „color" is privileged as a perceptual indubitable and conceived of as separable from co-occurring features of the environment. Thus, significant cross- cultural commonalities in the association between colors and other features of experience - both perceptual and otherwise - are systematically ignored. (Lucy 1992: 185) Seine Kritik lässt sich anhand einiger Beispiele nachvollziehen. An sich vermittelt das Farbadjektiv rot die Bedeutung eines spezifischen Farbtons. In einem Kontext wie: An dieser Stelle möchte ich mich bei den anonymen Gutachtern für die zahlreichen konstruktiven Kommentare bedanken. 112 Sabine De Knop (1) Peter ist rot vor Wut ist nicht die Farbe vordergründig, sondern eine bestimmte Assoziation, nämlich eine starke Erregung bedingt durch Wut. In einer kontrastiven Perspektive ist auch festzustellen, dass Farbadjektive je nach Sprachgemeinschaft unterschiedlich benutzt werden. Im Französischen wird das Adjektiv vert ('grün')...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.