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Konstruktionsgrammatik in den romanischen Sprachen

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Edited By Sabine De Knop, Fabio Mollica and Julia Kuhn

Trotz der allgemeinen Akzeptanz der Konstruktionsgrammatik für die Beschreibung sprachlicher Phänomene im englischen und deutschen Sprachraum hat das Modell der Konstruktionsgrammatik bislang wenig Interesse in der Romanistik gefunden. Dieser Band bietet zwölf konkrete Untersuchungen zu Konstruktionen unterschiedlicher Komplexitätsgrade aus der Morphologie, der Syntax und der Textlinguistik und zwar für die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, und Katalanisch, sowie für Latein, und zeigt dabei den Nutzen konstruktionsgrammatischer Beschreibungsansätze auf.

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Die Performanz: Brücke von der Konstruktionsgrammatik zur Textlinguistik?

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M ario A. D ella Costanza 1. E in leitu n g In diesem Artikel soll auf das Wechselspiel zwischen pragmatischen Faktoren der realisierten Rede und dem Erwerb und Ausbau von Sprache eingegangen werden. Diese Verknüpfung findet statt, indem ein gemeinsamer theoretischer Rahmen einen „Brückenschlag" zwischen den empirischen Fakten aus drei verschiedenen Feldern der Linguistik hervorbringen soll. Dieser Beitrag versucht somit theore­ tisch zu erschließen, was empirisch bereits ausgearbeitet wurde. Mittels der Performanz, wie sie soziopragmatisch zu verstehen ist und von Scharloth (2007, 2009) nach der kulturwissenschaftlichen Weiterentwicklung linguistisch ausgear­ beitet wurde, so wird in diesem Artikel argumentiert, kann die Tragweite von linguistischen Konstruktionen bis zu ganzen Texten aufeinander bezogen und verstanden werden. Hierfür dient die pragmatische Dimension der Sprache als gemeinsamer Nenner, um Intention und realisierte Sprachäußerung sowohl auf ihre syntaktische als auch auf ihre textuelle Beschaffenheit hin gemeinsam zu analysieren. Dem Begriff der Performanz wird hierfür eine besondere Stellung eingeräumt, weil es erst durch ihn möglich wird, die Gemeinsamkeiten dieser drei linguistischen Felder - der Soziopragmatik, der Konstruktionsgrammatik und der Textlinguistik - herauszuarbeiten. Die Hypothese, der sich dieser Beitrag ver­ pflichtet, lautet somit: Konstruktionsgrammatik und Textlinguistik stehen in direkter Verbindung zueinander, und zwar über ihre wirklichkeitskonstituierende Kraft, die durch das Lernen angeeignet wird und sich in Mustern ausdrückt. Mit diesem Beitrag wird damit ein zweifaches Ziel verfolgt: Einerseits wird versucht, die Konstruktionsgrammatik aus ihren Fesseln der Satzgrenze zu befreien. Dies 300 Mario A. Della Costanza wurde teilweise bereits...

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