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Führungskräfte-Feedback von Menschen mit Down-Syndrom

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Sabine Pannik

Sind Menschen mit Down-Syndrom geeignet, Führungskräften zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und zum Erkennen eventueller Veränderungen des Führungsstils gutes Feedback zu geben? Diese zentrale Forschungsfrage wurde vor dem Hintergrund der verbesserten Eingliederung von Menschen mit Down-Syndrom in den Arbeitsmarkt, basierend auf ihren speziellen Fähigkeiten, untersucht. Die aus den Untersuchungen erlangten Ergebnisse bilden eine mögliche Basis zum Aufbau eines Führungskräfte-Feedback-Trainings mit Partnern mit Down-Syndrom. Damit wird die Selbstakzeptanz dieser Gruppe gesteigert und für die Führungskräfte besteht die Chance durch offene, authentische Rückmeldungen sich selbst und ihren Führungsstil weiter zu entwickeln und zu reflektieren. In weiterer Folge ist eine eventuelle «generelle Öffnung» der Unternehmen denkbar.

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6 Kurzexkurs – rechtliche Grundlagen

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Zur Komplettierung des Themas ein Kurzeinblick in die rechtlichen Grundlagen eines behinderten Menschen, aus dem deutschen Gesetzestext. Nach Beendigung der Ausbildung im Berufsbildungsbereich entscheidet der Fachausschuss über die Aufnahme in eine Werkstätte für behinderte Menschen. Der Sozialhilfeträger ist der Kostenträger für die Werkstätte. Die Beschäf­ tigten der Werkstätte müssen sich an den Kosten für die Mittagsverpflegung beteiligen, wenn ihr Einkommen höher ist, als der doppelte Regelsatz der So­ zialhilfe. Eine Kostenbeteiligung zur Leistung Teilhabe am Arbeitsleben gibt es nicht. (§ 92, Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 SGB XII). Die Werkstätte zahlt am Arbeitsbeginn einen Werkstättenlohn aus, der sich aus einem Grundbetrag, dem Steigerungsbetrag und dem Arbeitsförderungsgeld zusammensetzt. Der Arbeitslohn in einer Werkstätte für behinderte Menschen ist so ge­ ring, dass der Lebensunterhalt damit nicht gedeckt werden kann und die Be­ schäftigten zusätzlich Leistungen zur Grundsicherung erhalten. Die Beschäftigten in der Werkstätte erhalten nach § 138 Abs. 1 SGB IX einen arbeitnehmerähnlichen Status und einen Arbeitsvertrag mit der Werk­ stätte. Die Werkstättenbeschäftigten sind sozialversichert – hiezu gehören Kranken­ kasse, die Unfallversicherung, Pflegeversicherung und die gesetzliche Ren­ tenversicherung. In der Rentenversicherung geht man von einem höheren Durchschnittsverdienst aus, als die Werkstätte zahlt. Die Beschäftigten erwer­ ben nach 20 Jahren Zugehörigkeit zur Werkstätte, einen Anspruch auf die Er­ werbsunfähigkeitsrente. Dies bedeutet aber nicht, dass sie nach 20 Jahren aus der Werkstätte ausscheiden m...

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