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Führungskräfte-Feedback von Menschen mit Down-Syndrom

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Sabine Pannik

Sind Menschen mit Down-Syndrom geeignet, Führungskräften zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und zum Erkennen eventueller Veränderungen des Führungsstils gutes Feedback zu geben? Diese zentrale Forschungsfrage wurde vor dem Hintergrund der verbesserten Eingliederung von Menschen mit Down-Syndrom in den Arbeitsmarkt, basierend auf ihren speziellen Fähigkeiten, untersucht. Die aus den Untersuchungen erlangten Ergebnisse bilden eine mögliche Basis zum Aufbau eines Führungskräfte-Feedback-Trainings mit Partnern mit Down-Syndrom. Damit wird die Selbstakzeptanz dieser Gruppe gesteigert und für die Führungskräfte besteht die Chance durch offene, authentische Rückmeldungen sich selbst und ihren Führungsstil weiter zu entwickeln und zu reflektieren. In weiterer Folge ist eine eventuelle «generelle Öffnung» der Unternehmen denkbar.

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7 Die empirische Untersuchung

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Was bedeutet Empirie? Empirie (aus dem Griechischen: empireia) heißt Erfah­ rung, Erfahrungswissen; Erfahrungen über die Realität sammeln. Die Umwelt wird durch Sinnesorgane wahrgenommen. Erfahrungswissenschaft ist im Wesentlichen Soziologie. Die Erfahrungen der Umwelt haben nach Regeln zu geschehen, dies heißt systematisch. Auch der gesamte Forschungsverlauf wird nach bestimmten Voraussetzungen geplant und muss vollkommen, in jeder einzelnen Phase, nachvollziehbar, sein. Empirisch wahrnehmbare soziale Tatbestände sind: Beobachtetes mensch­ liches Verhalten, Informationen durch Sprache übermittelt, Erfahrungen, Absich­ ten, Werturteile, geschaffene Gegenstände und Einstellungen.124 Beim Ablauf der Forschung wurden fünf Phasen beachtet: 1. Problembenennung 2. Gegenstandsbenennung 3. Durchführung / Anwendung von Forschungsmethoden 4. Analyse / Auswertungsverfahren 5. Verwendung von Ergebnissen125 Unter Problembenennung versteht man die Formulierung sozialer Probleme in Form wissenschaftlicher Fragestellungen. Hier muss eine Abgrenzung des Problems vorliegen und der Nachweis seiner Erklärungsbedürftigkeit, als auch des Bedarfs der empirischen Untersuchung. Die Idee muss klar formuliert sein, mündlich oder schriftlich – diese Aussage wird Hypothese genannt.126 Die Hypothese der vorliegenden Untersuchung lautet: „Menschen mit Down Syndrom sind besonders qualifiziert, Führungskräften Feedback zu geben“. Als Gegenstandsbenennung bezeichnet Peter Atteslander, den Gegenstands­ bereich, welche Gruppe von Menschen, Erscheinungen, den Feldzugang und die Zeit, welcher Zeitabschnitt sozialer Vorgänge erfasst werden sollen.127 Hier ist die Gruppe der Menschen mit Down Syndrom in Verbindung mit der Gruppe der Führungskräfte zu benennen und die Gruppe der Angehörigen 124 Vgl. Atteslander, 2008, S 3. 125 Vgl. ebenda, 2008, S 17. 126 Vgl. ebenda, 2008, S 18. 127...

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