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Fernsehen für Europa

Transnationale mediale Öffentlichkeit als kulturpolitischer Auftrag der EU

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Jan Büchel

Europa und Fernsehen – wie passt das zueinander? Die zwei Begriffe werden im Alltag üblicherweise nicht zusammen gedacht. Wenn das Projekt Europa jedoch auch zukünftig erfolgreich sein soll, werden die Bürger in Europa mehr miteinander über Europa kommunizieren müssen. Zahlreiche Politikbereiche und Institutionen in Europa und insbesondere auf den verschiedenen Ebenen der Europäischen Union zeichnen für den gegenwärtigen Status medialer Kommunikation in Europa verantwortlich. Wie könnte es gelingen, in einem Europa der nationalen Perspektiven und Interessen einen länderübergreifenden medialen Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas zu realisieren? Warum muss das Fernsehen dabei eine zentrale Rolle einnehmen? Und welche Faktoren sollten berücksichtigt werden, damit eine solche Kommunikation hinreichend wahrscheinlich wird? Auf solche Fragen bietet diese Untersuchung Antworten, um den Diskurs zum Fernsehen in Europa zu fundieren. Auf der beiliegenden CD finden sich Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. des Europäischen Parlaments, von Arte, 3SAT, EBU und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Vorwort

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Die Einschätzung, dass der Zusammenschluss zahlreicher Staaten Europas zu einem politischen Gemeinwesen ein großer Glücksfall der Geschichte gewesen ist, hat mich seit der ersten Bewusstwerdung dieser Zusammenhänge begleitet. Im Zuge einer vertiefendenden Beschäftigung mit diesem Thema während des Studiums – sowohl im Rahmen von Lehrveranstaltungen und Hausarbeiten, beson- ders aber durch die Mitarbeit im Büro einer Europaparlamentsabgeordneten sowie eines Praktikums in der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes – intensivierte sich dieser Eindruck trotz aller realpolitischen Trübungen des glänzenden theoreti- schen und ideellen Konstrukts Europa. Mit den mannigfaltigen Herausforderungen, denen das politische (und kulturelle) Europa begegnet, muss eine umfassende Auseinandersetzung stattfinden, will man dem Gegenstand und der Komplexität des Sachverhaltes gerecht werden. Dabei bin ich dem in solchen Kontexten nicht unüblichem Phänomen begegnet, dass die Findung von Lösungsansätzen immer schwieriger wird, je tiefer in die Materie vorgedrungen wird. Dennoch habe ich für meine Auseinandersetzung mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas – die auf den folgenden Seiten dokumentiert ist – drei zentrale Säulen identifiziert, auf denen ich meine Analyse und Reflexion aufgesetzt habe: die politische Gestalt und Bedeutung Europas, seine kulturelle Dimension sowie den ‚Kommunikationsraum Europa‘. In dem dazwischenliegenden Spannungsfeld habe ich mich bewegt und daraus die Energie für die Diskussion der Frage gewonnen, wie wir in Europa medial über Europa kommunizieren – und welches Potenzial sich diesbezüglich unter welchen Bedingungen derzeit und perspektivisch bieten könnte. Dabei haben Gespräche mit gegenwärtigen Akteuren einer Kommunikation in...

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