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Inklusion und Integration

Theoretische Grundfragen und Fragen der praktischen Umsetzung im Bildungsbereich

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Edited By Gerhard Banse and Bernd Meier

Der Band dokumentiert die Ergebnisse der 6. Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, die Inklusion und Integration als Thema mit hoher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung in den Mittelpunkt stellte. Inklusion, der zentrale Leitgedanke der UN-Behindertenrechtskonvention, wird vor allem im Kontext des zentralen Handlungsfeldes Bildung interdisziplinär diskutiert. Zum Tragen kommen bildungspolitische, integrationspädagogische und sozialwissenschaftliche Perspektiven. Behandelt werden sowohl Fragen der frühen Kindheit als auch des Jugend- und Erwachsenenalters. Die Beiträge zeigen, dass Deutschland inklusiv werden muss, dass die Formen und Methoden in der Veränderung unserer Alltagskultur im Rahmen der inklusiven Bildung jedoch noch strittig sind.

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Fragen der praktischen Umsetzung von Inklusionskonzepten

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113 Internationale Aspekte der Inklusion und ihre bildungspo- litische Umsetzung oder „Wer (zu) spät kommt, ….“ Peter Hübner Nun ist sie in Deutschland angekommen, die Inklusion. Sie war schon länger auf dem Weg – nur wir haben sie erst seit 2006 so richtig wahrgenommen. Mit dem Beschluss der Vereinten Nationen – der UN–Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen (BRK)– wurde „inclusive education“ ein bedeut- samer Bildungsanspruch auch bei uns. Immerhin waren wir relativ schnell. Be- reits in 2009 wurde die UN-Konvention von Deutschland ratifiziert und damit zu nationalem Recht erhoben. Nun gilt es diesen Anspruch auch einzulösen. Inklusion ist nicht etwa ein Synonym für die in Deutschland seit 1975 schrittweise erfolgte Entwicklung des integrativen Unterrichts. Inklusion hat ei- ne umfassendere Zielperspektive. Seit 1975 – ausgehend von der Fläming-Grundschule in Berlin Schöneberg – war zunächst über Schulversuche und letztlich über daraus resultierende Schulgesetzänderungen der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schü- lern mit und ohne Behinderungen schrittweise in die westdeutsche Bildungs- landschaft eingeführt worden. Das war und ist der Ansatz des „integrativen Un- terrichts“. Konkret haben wir aktuell einen Anteil von 21 % der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in integrativen Settings (Vgl. SEN Country Da- ta 2012). Auf der internationalen Ebene ist die Grundidee von „inclusive education“ vor allem von der UNESCO gefördert worden. Dort lautet das Ziel unverändert: „Eine Schule für alle“. Angestrebt wird also eine Schule, die allen Unterschied- lichkeiten Rechnung tragen kann und...

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