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Prinzip Perspektivierung

Germanistische und polonistische Textlinguistik – Entwicklungen, Probleme, Desiderata- Teil I: Germanistische Textlinguistik

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Zofia Bilut-Homplewicz

Dieses Buch versteht sich als ein Beitrag zur Textlinguistik, weicht aber von den bisher erschienenen Arbeiten durch seine Zielsetzung deutlich ab. Seine Andersartigkeit ergibt sich aus einigen Voraussetzungen, die das zweibändige Publikationsprojekt prägen. Der erste Band widmet sich der germanistischen Textlinguistik, der zweite wird die polonistische Textlinguistik darstellen. Das gesamte Vorhaben soll zwei wissenschaftliche Schreibkulturen im Hinblick auf die Disziplin miteinander in Beziehung setzen. Dabei werden deutliche Schwerpunkte gesetzt, die einerseits durch den Forschungsstand der Disziplin im jeweiligen Bereich determiniert sind, andererseits aber auch durch die Relation zum anderen Forschungsraum.

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3. Kontrastive Textologie – eine germanistische„Spezialität“?

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3. Kontrastive Textologie – eine germanistische „Spezialität“? 3.1 Kontrastive Textologie – Forschungsübersicht Contrastive textology, die von R.R.K. Hartmann 1980 publizierte Arbeit, ist kei- ne nach ihrem Ursprung germanistische Spezialität. „Ein so ambitiöses Projekt, wie es Hartmann mit seinem Versuch der Konstituierung einer neuen linguisti- schen Subdisziplin139 entworfen hat, ist seither nicht mehr vorgelegt worden.“140 – so Adamzik (2001b: 15). Die Worte Hartmanns (1980: 37) „All interlinguistic contrasts are manifest in text” (vgl. Adamzik ebenda: 14) markieren einen neuen Weg in der kontrastiv angelegten Forschung. Die Bezeichnung Kontrastive Textologie wurde in der deutschen Version auch von germanistischen Forschern bereits in den 1980er Jahren verwendet, um nur einige Namen zu nennen, vor allem Spillner (1981), Arntz (1990), Eckkra- mer/Hödl/Pöckl (1999) und schließlich Adamzik (2001b) und auf diese Weise mit einer neuen Forschungsrichtung in Verbindung gesetzt, die von den erwähn- ten und anderen Linguisten mitgestaltet wurde. Der erwähnte Ansatz wurde in der germanistischen Linguistik in Form von Einzelstudien weiterentwickelt, de- nen aber, wie Adamzik (2001b: 16) schreibt, das „gemeinsame Dach“ fehlt. Im Folgenden wird auf die wichtigsten germanistischen Arbeiten dieser Richtung141, die einen programmatischen Charakter haben, aber auch auf aus- gewählte Forscher, die die Methodologie des sich erst entwickelnden Ansatzes thematisieren, diskutieren bzw. auswerten, in chronologischer Folge eingegan- gen. Der weitere Teil des Kapitels beinhaltet Kritik und Vorschläge. 139 Ob der Kontrastiven Textologie wirklich der Status einer linguistischen Subdisziplin zukommt, scheint fraglich zu sein. Man kann eher dazu neigen, sie einerseits als Erwei- terung...

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