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Polizeipädagogik als mögliches neues Feld für Wissenschaft und Polizei

Kooperative Gestaltung einer Pädagogik im Rahmen eines Projekts.- Polizei als Co-Produzent

Sibylle Schäfer

Der Rahmen der geplanten Pädagogik ist das Handlungsfeld der hessischen Schutzpolizei. Mit polizeilicher und pädagogischer Unterstützung könnte eine Grundlage für Ansätze in der Behörde geschaffen werden, die für eine gemeinsame Entwicklung stehen und den Polizisten einbeziehen. Über ein Projekt soll festgestellt werden, ob pädagogische und polizeiliche Handlungen kompatibel sind, wie sich der Arbeitsrahmen eines Pädagogen gestalten könnte und welche Effekte für die polizeiliche Professionalität auftreten. Ziel ist es, ein neues Feld für wissenschaftliche Disziplin und Polizei zu schaffen und die kreative Mitarbeit der Polizisten zu erreichen. Die Befragungen ergaben relevante Kriterien zum Projekt und Interesse an pädagogischer Aufarbeitung reflektierter Erfahrungen aus dem Dienst.

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5. Prinzipien einer Kontaktstelle im Hinblickauf Professionalität und Pädagogik

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51 5. Prinzipien einer Kontaktstelle im Hinblick auf Professionalität und Pädagogik Für dieses Projekt lassen sich drei Prinzipien formulieren: 1. Das Prinzip der Kooperation von Pädagogik und Institution, die eine Inten- sivierung von Praxisorientierung, Austausch und Erkenntnisgewinnung vorsieht und Erprobung einer pädagogischen Professionalisierung in einem nicht-pädago- gischen Bereich ermöglichen soll. Neben einem notwendigen Aufbau einer Kontaktstelle für eine dauerhafte Kooperation und den daraus entstehenden Chancen, wissenschaftliche Arbeit vor Ort durchzuführen, ist auf die pädagogische Intervention in einem nicht-pädago- gischen Bereich hinzuweisen. Bernd Dewe und Hans-Uwe Otto zeigen am Bei- spiel Professionalität in der Sozialen Arbeit, dass deren Handlungen zunehmend im Fokus von Handlungs- und Strukturtheorie stehen und zu gezielten empi- rischen Untersuchungen berufsspezifischer Handlungsparadigma und Konfron- tationen ansetzen.50 Professionalität in der Sozialen Arbeit wird im Rahmen der „aufgabenspezifischen reflexiven Theorie der Professionalität“ im Vergleich mit den sogenannten klassischen Professionen unterschiedlich betrachtet. Reflexion ist der führende Begriff und ergibt folgende theoretische Überlegungen: • Logische Handlungsabläufe in der Praxis Sozialer Arbeit • Wissen und Können der Handelnden in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit • Reflexivität als wichtiger Faktor für professionelle Aufgabenerfüllung51 Klassische Profession wie z. B. die des Juristen differenziert sich von Alltagswis- sen durch zugeteilte Problemfelder und durch die berufliche Anerkennung der Kollegen und bedeutet eindeutiges berufliches Wissen und berufliches Handeln.52 Professionalität auf Soziale Arbeit bezogen heißt für die empirische Forschung, die Kriterien in diesem Berufsfeld zu finden, die wissenschaftlich relevant...

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