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Polizeipädagogik als mögliches neues Feld für Wissenschaft und Polizei

Kooperative Gestaltung einer Pädagogik im Rahmen eines Projekts.- Polizei als Co-Produzent

Sibylle Schäfer

Der Rahmen der geplanten Pädagogik ist das Handlungsfeld der hessischen Schutzpolizei. Mit polizeilicher und pädagogischer Unterstützung könnte eine Grundlage für Ansätze in der Behörde geschaffen werden, die für eine gemeinsame Entwicklung stehen und den Polizisten einbeziehen. Über ein Projekt soll festgestellt werden, ob pädagogische und polizeiliche Handlungen kompatibel sind, wie sich der Arbeitsrahmen eines Pädagogen gestalten könnte und welche Effekte für die polizeiliche Professionalität auftreten. Ziel ist es, ein neues Feld für wissenschaftliche Disziplin und Polizei zu schaffen und die kreative Mitarbeit der Polizisten zu erreichen. Die Befragungen ergaben relevante Kriterien zum Projekt und Interesse an pädagogischer Aufarbeitung reflektierter Erfahrungen aus dem Dienst.

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12. Eine erste Aussicht auf die Annahmen

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190 • Annahme 1 (A1) Der Polizist braucht mehr als Lehrerkontakt, um Pädagogik zu begreifen191. • Annahme 2 (A2) Polizeiarbeit ist für pädagogisches Handeln schwierig. Sie lässt überwiegend vorgeschriebenes Handeln zu. • Annahme 3 (A3) Pädagogische Ansätze lassen sich über Praxis einsetzen. • Annahme 4 (A4) Informationen über Pädagogik sind bei präventiv arbeitenden Polizisten (hier: In pädagogisch unterstützten Programmen) weniger vorhan- den als bei Ausbildern. • Annahme 5 (A5) Begriffe, die in der Pädagogik verwendet werden, können in diesem Berufsfeld eingesetzt werden (Erziehung, Nähe, Distanz, Erfahrung, sozial). 12.1 Thematiken, die keinen Unterschied zum Gegenstand aufweisen: Die Thematiken werden hier hinsichtlich der Annahmen kommentiert. Zu Thematik 1 – Verständnis von Pädagogik [Überschrift von 1a) bis 1j)] – ergeben sich vielfältige Überlegungen, die Begriffe wie Bildung, Erzie- hung, Anleitung und Wissensvermittlung enthalten. – Auf A3 und A5 bezogen, lässt sich mit den Definitionen in der Praxis arbeiten, weil sich unter dem Begriff Pädagogik zumindest jeder etwas vorstellt bzw. kann der Begriff Pädagogik verwendet werden, unabhängig davon, ob die Definitionen durch Wissen (eigene Lehrerfahrungen, Studium), Information oder aus eigenen Überlegungen heraus zustande kommen. Die minimale Kenntnis von Pädagogik (Thematik 2) liegt bei fast allen der Befragten vor. 190 Tabelle 4 bezieht sich auf die Thematiken und eine erste Verteilung auf die Annahmen. Hier werden die zu Thematiken zusammengefassten Statements zu den Annahmen in Bezug gesetzt. 191 Diese Annahme hat einen zweiten Ursprung und bezieht sich auf ein Zitat aus einer...

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