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Werte und Bürgerschaftliches Engagement – Perspektiven für Familie und Religion

Eine vergleichende Studie zu familiären und religiösen Werten sozial engagierter Bürger in der Bundesrepublik Deutschland und Tschechien

Michaela Möllers

Die Globalisierung bietet Chancen, lässt aber zuweilen den Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes tief verunsichert zurück. Offensichtlich gibt es eine Diskrepanz zwischen innerem Werteverständnis und Alltagserleben, nicht zuletzt für die jungen Generationen. Werte müssen gelernt, gelebt und überliefert werden. Das freiwillige Engagement im sozialen Bereich könnte sich als ein solcher Träger von gelebten Werten erweisen. Die international angelegte Studie vergleicht zum ersten Mal ausführlich die Wertemuster von sozial engagierten Menschen mit denen der Durchschnittsbevölkerung. Die Autorin weist ein kulturübergreifendes Wertemuster nach und belegt empirisch, dass sich das Engagement im sozialen Bereich als ein Milieu auszeichnet, in dem echte Wertevermittlung und echter Werterhalt gefördert werden.

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8 Charakteristik der Gesamtstichprobe

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8.1 Untersuchungsgebiete und Rücklaufquoten Um einen Zugang zu dem Untersuchungsfeld der Freiwilligenarbeit im Bereich „Soziales“ zu erhalten, wurden im Zeitraum vom 01.10.2007 bis zum 15.02.2008 Freiwilligenagenturen und -zentren in den Untersuchungsgebieten „Bundesrepublik Deutschland“ und „Tschechische Republik“ aufgrund ihrer Beschaffenheit als Vermittlungsstelle zwischen freiwillig Engagierten und so- zialen Einrichtungen angesprochen. An der international angelegten Querschnittsuntersuchung nahmen insge- samt 46 Freiwilligenagenturen und -zentren in den Untersuchungsgebieten „Tschechische Republik“ und „Bundesrepublik Deutschland“ teil. Das letztge- nannte Untersuchungsgebiet wurde zudem in „alte Bundesländer“ (hier vertreten durch die ausgewählten Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Ham- burg) und „neue Bundesländer und Berlin“ unterteilt, um den regional unter- schiedlichen neueren sozialgeschichtlichen Prägungen innerhalb der Bundesre- publik Rechnung tragen zu können. Dieser Unterteilung folgend, befinden sich auf dem Untersuchungsgebiet der „alten Bundesländer“ fünfzehn Freiwilligenagenturen. Von diesen sind neun im Bundesland Bayern, fünf in Nordrhein-Westfalen und eine in Hamburg ange- siedelt. Im Untersuchungsgebiet der „neuen Bundesländer und Berlin“ befinden sich weitere sechszehn Freiwilligenagenturen und -zentren; diese verteilen sich auf die Bundesländer Sachsen (sechs Freiwilligenagenturen), Brandenburg (sechs), Berlin (zwei) und jeweils eine in Mecklenburg-Vorpommern und Thü- ringen. In der Tschechischen Republik nahmen vierzehn Freiwilligenzentren an der Erhebung teil. Diese verteilen sich auf zehn der vierzehn tschechischen Verwal- tungsregionen: Südmährische Region, Region Olmütz, Region Zlín, Mährisch- Schlesische Region, Region Hochland, Region Reichenberg, Region Pilsen, Re- gion Karlsbad, Südböhmische Region und die Hauptstadt Prag. Durch die Mithilfe der Freiwilligenagenturen und -zentren konnten insge-...

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