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Werte und Bürgerschaftliches Engagement – Perspektiven für Familie und Religion

Eine vergleichende Studie zu familiären und religiösen Werten sozial engagierter Bürger in der Bundesrepublik Deutschland und Tschechien

Michaela Möllers

Die Globalisierung bietet Chancen, lässt aber zuweilen den Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes tief verunsichert zurück. Offensichtlich gibt es eine Diskrepanz zwischen innerem Werteverständnis und Alltagserleben, nicht zuletzt für die jungen Generationen. Werte müssen gelernt, gelebt und überliefert werden. Das freiwillige Engagement im sozialen Bereich könnte sich als ein solcher Träger von gelebten Werten erweisen. Die international angelegte Studie vergleicht zum ersten Mal ausführlich die Wertemuster von sozial engagierten Menschen mit denen der Durchschnittsbevölkerung. Die Autorin weist ein kulturübergreifendes Wertemuster nach und belegt empirisch, dass sich das Engagement im sozialen Bereich als ein Milieu auszeichnet, in dem echte Wertevermittlung und echter Werterhalt gefördert werden.

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288 M=1,753 hochsignifikant mehr befürwortet als von römisch-katholischen Be- fragten (M=1,565) (t(210)=-2,807 p.01** berichtet. Und doch liegt in der tschechischen Stichprobe ein Zusammenhang zwi- schen Alter und Selbstbestimmung vor. Die Befragten bewerten in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu verschiedenen Altersgruppen die Wichtigkeit der Selbstbestimmung unterschiedlich: Als besondere Träger der Selbstbestim- mungswerte erweisen sich jedoch Befragte zwischen dem 34. und 55. Lebens- jahr. Die Zunahme der Wichtigkeit dieses Wertes gegenüber der Grundgesamt- heit kann bei den tschechischen Engagierten folglich nicht auf den hohen Anteil an unter 34-Jährigen zurückgeführt werden. Die hohe Ausprägung der Selbstentfaltungs- und Selbstbestimmungswerte bei den im sozialen Bereich Engagierten findet sich in einer deutlichen Überein- stimmung zu den Befunden von KLAGES (2002), KLAGES & GENSICKE (2002), PICOT (2005), GENSICKE & PICOT (2005). Diese wiederum zeigen auf Grundlage repräsentativer Umfragen, dass das Maß der Ausprägung der Selbstentfaltungswerte im Wertesystem eines Individuums bestimmend ist für die Ausübung des Bürgerschaftlichen Engagements. Die vorliegende Arbeit bestätigt nicht nur die bereits bestehenden Befunde der oben genannten Autoren, sondern trägt auch zu der Erweiterung der deut- schen Diskussion bezüglich der Relation von Werten und der Rolle des Bürger- schaftlichen Engagements bei, indem sie einen Zusammenhang zwischen der Wertegruppe der „Stimulation“ und dem Bürgerschaftlichen Engagement im sozialen Bereich aufzeigt. Die befragten Engagierten in allen Stichproben unter- scheiden sich in der Präferenz der Werte der Stimulation im signifikanten Maße...

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