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Ökotopia

Ressourcenschonung in der Stadtteilentwicklung- Primärforschung in Grazer Stadtgebieten und empirische Planungsgrundlagen

Edited By Bernhard Plé, Martin Schloffer and Marion Alexandra Würz-Stalder

Die zukünftige Entwicklung der Städte muss der Drohung eines Energiemangels ebenso Rechnung tragen wie wachsenden Mobilitätsansprüchen, steigenden Treibhausgasemissionen und grassierendem Flächenverbrauch. Und sie muss zugleich auch die Verträglichkeit ressourcenschonender Bebauungs- und Siedlungsstrukturen, Wohnformen und Technologien mit den Werten, Bereitschaften und Kapazitäten in verschiedene Bevölkerungsteilen sicherstellen. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die Wechselwirkungen zwischen drei besonderen Ressourcen. Energetische, räumliche und soziale Ressourcen werden in sieben Grazer Stadtgebieten exemplarisch darauf hin untersucht, welche Faktoren ihre schonende Nutzung beeinflussen können. Die hier vorgestellten Ergebnisse sind in transdisziplinärer Zusammenarbeit gewonnen worden.

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Ressourcenverbrauch im Flächenmanagement (Christian Liegl, Alexandra Würz-Stalder)

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39 Ressourcenverbrauch im Flächenmanagement* Christian Liegl, Alexandra Würz-Stalder Abstract Zu den natürlichen Ressourcen zählen neben den erneuerbaren und nicht erneu- erbaren Ressourcen auch die Umweltmedien Luft, Wasser und Boden. Der Boden stellt den Lebensraum für die Lebewesen „auf der Erde“ dar, er ist die oberste feste Schicht der Erdkruste und besitzt eine flächenhafte Ausdehnung. Diese Bodenfläche ist endlich und bedarf eines sorgfältigen Umgangs. Die Unvermehrbarkeit dieses Naturguts führt zur Auseinandersetzung über einen maßvollen zusätzlichen Verbrauch und zum Schutz vor- handener, noch unverbrauchter Bodenflächen. In diesem Beitrag wird der Zusammenhang zwischen Bebauungsform und Flächenver- brauch thematisiert. Die Einleitung behandelt die grundsätzlichen Definitionen von Boden und Fläche (Böden als Naturgüter – Fläche als nicht erneuerbare Ressource), Flächen- verbrauch (Verlust an biologisch produktiven Boden als Grundlage für Land- und Forst- wirtschaft) und Dauersiedlungsraum (Verbrauch der zur Besiedlung geeigneten Fläche). Die sieben Ökotopia-Untersuchungsgebiete1 wurden auf ihren Flächenverbrauch hin untersucht. So wurden die Flächenanteile von jedem Gebiet – Bruttobauland, Bruttowohn- bauland, Nettowohnbauland, bebaute Fläche, Freifläche, Grünfläche, versiegelte Fläche – ermittelt und anhand von grafisch dargestellten Kennzahlen verglichen. Diese Flächen wurden für alle Untersuchungsgebiete in der gleichen Vorgangsweise ermittelt und mit den einwohner- und gebäudebezogenen Gebietsdaten der Statistik Aus- tria in Beziehung gebracht. Die dabei ermittelten Kennzahlen der sieben Gebiete werden in Grafiken einander gegenübergestellt und es wird die Wechselwirkung zwischen Bebau- ungsform, Einwohnerzahl und Flächenverbrauch...

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