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Ökotopia

Ressourcenschonung in der Stadtteilentwicklung- Primärforschung in Grazer Stadtgebieten und empirische Planungsgrundlagen

Edited By Bernhard Plé, Martin Schloffer and Marion Alexandra Würz-Stalder

Die zukünftige Entwicklung der Städte muss der Drohung eines Energiemangels ebenso Rechnung tragen wie wachsenden Mobilitätsansprüchen, steigenden Treibhausgasemissionen und grassierendem Flächenverbrauch. Und sie muss zugleich auch die Verträglichkeit ressourcenschonender Bebauungs- und Siedlungsstrukturen, Wohnformen und Technologien mit den Werten, Bereitschaften und Kapazitäten in verschiedene Bevölkerungsteilen sicherstellen. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die Wechselwirkungen zwischen drei besonderen Ressourcen. Energetische, räumliche und soziale Ressourcen werden in sieben Grazer Stadtgebieten exemplarisch darauf hin untersucht, welche Faktoren ihre schonende Nutzung beeinflussen können. Die hier vorgestellten Ergebnisse sind in transdisziplinärer Zusammenarbeit gewonnen worden.

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Bebauungsstruktur und Energiebedarf (Heimo Staller)

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67 Bebauungsstruktur und Energiebedarf Heimo Staller Abstract Die Bebauungsstruktur hat großen Einfluss auf die Nachhaltigkeitsperformance von Wohngebieten. Die Bebauungsstruktur bestimmt maßgeblich den Verbrauch räumlicher (Flächeninanspruchnahme) und stofflicher Ressourcen (Baumaterialien) und den Verbrauch energetischer Ressourcen (Energieverbrauch für Produktion, Einbau und Ent- sor gung von Baustoffen, Energieverbrauch für den Gebäudebetrieb, mobilitätsbedingter Energie verbrauch). Die Art der Bebauungsstruktur hat weiters große Auswirkungen auf sozia le und ökonomische Aspekte. Städtebauliche Festlegungen betreffend die Bebauungs dichte, die Bebauungsart (Ein- und Mehrfamilienhäuser, Geschossbau, Ge- bäude höhen, Gebäudeabstände, Orientierung, etc.) haben daher das größte Potential für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Der vorliegende Beitrag zeigt die maßgeblichen Einflussfaktoren zur Reduktion des Energiebedarfes für den Gebäudebetrieb von Wohnbaugebieten auf. Der Beitrag behan- delt den Energiebedarf für die Betriebsphase von Wohngebäuden mit Focus auf den Heizwärme bedarf, da dieser derzeit den größten Anteil am Energiebedarf im Lebens- zyklus von Wohngebäuden in unserem Breitengrad darstellt. Der Focus des vorliegenden Beitrages liegt auf Strategien zur Ressourcenschonung auf der Bedarfsseite, die im Wesent lichen durch archi tektonische, gestalterische Aspekte beeinflusst werden können. Aspekte der Energieerzeugung und der Energieversorgung von Wohngebieten sind nicht Inhalt dieses Textes. Anhand einer Gegenüberstellung von sieben Wohngebieten in Graz mit unterschied- licher Bebauungsstruktur und unterschiedlichen Baualtersklassen, die im Rahmen des Forschungsprojektes „Ökotopia“ untersucht wurden, werden die wichtigsten Aspekte, die den Energiebedarf dieser unterschiedlichen Wohngebieten prägen, aufgezeigt. 68 Heimo Staller Einleitung Historische Wohnformen...

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