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Ökotopia

Ressourcenschonung in der Stadtteilentwicklung- Primärforschung in Grazer Stadtgebieten und empirische Planungsgrundlagen

Edited By Bernhard Plé, Martin Schloffer and Marion Alexandra Würz-Stalder

Die zukünftige Entwicklung der Städte muss der Drohung eines Energiemangels ebenso Rechnung tragen wie wachsenden Mobilitätsansprüchen, steigenden Treibhausgasemissionen und grassierendem Flächenverbrauch. Und sie muss zugleich auch die Verträglichkeit ressourcenschonender Bebauungs- und Siedlungsstrukturen, Wohnformen und Technologien mit den Werten, Bereitschaften und Kapazitäten in verschiedene Bevölkerungsteilen sicherstellen. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die Wechselwirkungen zwischen drei besonderen Ressourcen. Energetische, räumliche und soziale Ressourcen werden in sieben Grazer Stadtgebieten exemplarisch darauf hin untersucht, welche Faktoren ihre schonende Nutzung beeinflussen können. Die hier vorgestellten Ergebnisse sind in transdisziplinärer Zusammenarbeit gewonnen worden.

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Städtebauliches Leitbild Nutzungsmischung (Anke Strittmatter)

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111 Städtebauliches Leitbild Nutzungsmischung Anke Strittmatter Abstract Nutzungsmischung ist ein allgemein anerkanntes Leitbild im Städtebau für die Schaffung von Ressourcen schonenden Stadtstrukturen (Agenda 21). Ziel der Nutzungs- mischung ist es zum einen, die Funktionen Wohnen und Arbeiten in größerer räumlicher Nähe (Stadt der kurzen Wege, Die kompakte Stadt) zueinander zu ermöglichen und zum anderen die Funktionen in ausreichendem Maß mit Gemeinbedarfseinrichtungen zu ver- sorgen. Dies soll ein Beitrag zur Reduktion von motorisiertem Individualverkehr (MIV) und in der Folge zur Verringerung der durch diesen verursachten Emissionen sein. Erhoben wurden in den sieben Grazer Untersuchungsgebieten die Anzahl und Art von Gemeinbedarfseinrichtungen, die innerhalb des jeweiligen Untersuchungsgebietes und in einem Radius von 300 Metern vorhanden sind. Zur besseren Vergleichbarkeit der Un- tersuchungsgebiete wurden die ermittelten Werte jeweils pro Hektar, pro 1000 Einwohner und prozentual zueinander gerechnet. Die Untersuchungsgebiete wurden, bis auf einen großvolumigen Geschosswohnungsbau, paarweise je nach städtebaulicher Typologie (Ge- schosswohnungsbau, innerstädtische Bebauung, Villen- und Einfamilienwohnhausgebie- te) gewählt. So kann dargestellt werden, wo und inwieweit sich die Typologien untereinan- der aber auch paarweise unterscheiden. In einem ersten Schritt werden diese Ergebnisse den Erhebungen des fachgebietsübergreifenden Fragebogens gegenüber gestellt, um die These zu überprüfen, dass die Stadt der kurzen Wege bzw. die nutzungsgemischte Stadt tatsächlich zu einer Verringerung des MIV führt. 112 Anke Strittmatter Ziele der Nutzungsmischung Nutzungsmischung ist ein zwar nicht gänzlich unumstrittenes, aber dennoch allge- mein anerkanntes städtebauliches Leitbild für die Schaffung von...

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