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Nachhaltiges Flächenmanagement

Flächensparen, aber wie?

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Edited By Dietmar Scholich and Lena Neubert

Die Siedlungsfläche – das sind Flächen für Infrastrukturen, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Mobilität – ist in Deutschland ständig gewachsen. Das Siedlungsflächenwachstum erfolgte fast ausschließlich auf Kosten der Landwirtschaftsflächen, die oftmals auch für den Naturschutz und für die Kulturlandschaft wertvoll waren. Aktuell werden in Deutschland täglich mehr als 75 ha Boden durch Siedlungs- und Verkehrsflächen neu beansprucht. Gar nicht mit berücksichtigt sind dabei die sogenannten indirekten Flächeninanspruchnahmen und Zerschneidungen. Können wir uns diesen Flächen verbrauch in Zukunft noch leisten? Ist Besserung in Sicht? Notwendig ist ein nachhaltiges Flächenmanagement, welches von den Beiträgen des Sammelbandes aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt wird.

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Irene Dahlmann. Zukunft Fläche Niedersachsen- Eine Strategie zum Flächen sparen -

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Irene Dahlmann Zukunft Fläche Niedersachsen - Eine Strategie zum Flächen sparen - Inhalt 1 Rechtliche Rahmenbedingungen 2 6. Regierungskommission „Energie- und Ressourceneffizienz“ 3 Ausgangslage und Entwicklungstrends zum Flächenverbrauch in Niedersachsen 4 Demografische Entwicklung 5 Instrumente und Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs 6 Umsetzung der Empfehlungen Einleitung Die Reduzierung des Flächenverbrauchs in Niedersachsen gehört zu den zent- ralen politischen Herausforderungen der niedersächsischen Landesregierung. Da viele Städte und Gemeinden über Baulücken, Brachflächen und Gebäudeleer- stände verfügen, sollte eine zukunftsorientierte und nachhaltige Siedlungsent- wicklung aus dem Siedlungsbestand konsequent umgesetzt werden. Die nieder- sächsische Landesregierung hält daher an dem Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie, die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Nie- dersachsen zu senken, weiterhin fest. 30 Irene Dahlmann 1 Rechtliche Rahmenbedingungen Die administrative Verantwortung für konkrete Flächenausweisungen liegt nicht beim Bund und den Ländern, sondern – aufgrund der verfassungsrechtlich ga- rantierten Selbstverwaltung – überwiegend bei den Städten und Gemeinden. Um zu gewährleisten, dass die Bauleitplanung mit den Vorgaben der Regional- und Landesplanung korrespondiert, ist die Bauleitplanung den Zielen der Raumord- nung anzupassen (§ 1 Abs. 4 BauGB). Ziele zur Begrenzung des Flächenver- brauchs sind im Landesraumordnungsprogramm Niedersachsen 2008 enthalten (vgl. Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbrau- cherschutz und Landesentwicklung 2008). Danach ist die weitere Inanspruch- nahme von Freiräumen für die Siedlungsentwicklung, den Ausbau von Ver- kehrswegen und sonstigen Infrastruktureinrichtungen zu minimieren. Darüber hinaus werden flächenbeanspruchende...

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