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Geschlechtsunterschiede bei motivationalen Faktoren im Kontext des Englischunterrichts

Eine empirische Studie zu Motivation, Selbstkonzept und Interesse im Fach Englisch in der Sekundarstufe I

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Stefanie Fuchs

In der Studie werden ausgewählte Erklärungsansätze zur Entstehung psychologischer Geschlechtsunterschiede argumentativ gegenübergestellt und mit schulischen Interessenunterschieden verknüpft. Die quantitative Befragungsstudie erfasste, zur Beantwortung der Frage nach Geschlechtsunterschieden im vermeintlich mädchenorientierten Englischunterricht, verschiedene motivationale Merkmale der Jugendlichen gegenüber dem Fach insgesamt, den Kompetenzbereichen und ausgewählten fiktiven Unterrichtsabläufen. Im Ergebnis zeigen sich keine einheitlichen Geschlechtsunterschiede zugunsten der Mädchen, was interessante Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Verwertung der Befunde in Theorie und Praxis zulässt.

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Zusammenfassung

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Der sogenannte „PISA-Schock“ entfachte nicht nur in den Medien, sondern auch in der Wissenschaft eine erneute Diskussion über Geschlechtsunterschiede und –defizite in Bildungsverläufen und wies konträr zu der traditionellen Ge- schlechterdebatte über die Benachteiligung der Mädchen im Schulsystem auf eine mögliche Jungenkrise hin (vgl. z. B. Budde & Mammes, 2009; Kaiser, 2005). Diese wird in der Literatur u. a. mit den Befunden systematischer Analy- sen der Bildungsverläufe begründet, zum Beispiel damit, dass Jungen länger brauchen bis sie eingeschult werden, sprachlich deutlich hinter Mädchen zurück liegen und wesentlich häufiger die Schule ohne Abschluss verlassen (vgl. Statis- tisches Bundesamt, 2011; VBW, 2009). In der eigenen Arbeit werden nicht nur ausgewählte theoretische Erklärungsan- sätze zur Entstehung psychologischer Geschlechtsunterschiede argumentativ gegenübergestellt und mit den schulischen Leistungs- und Interessendifferenzen verknüpft, sondern auch die Geschlechterdifferenzen in den verbalen Fähigkei- ten hinsichtlich verschiedener Kompetenzbereiche dargestellt. Ziel der umfas- senden theoretischen Darlegungen ist es, sowohl auf die Befunde zu Unterschie- den zwischen Mädchen und Jungen einzugehen als auch aufzuzeigen wie kont- rovers die Thematik „Geschlecht“ in verschiedenen wissenschaftlichen Diszipli- nen diskutiert wurde und wird. Die Beschäftigung mit ausgewählten diversen Forschungsbereichen, die sich mit der Geschlechterthematik befassen, ermög- lichte die Entwicklung einer differentiellen und auch kritischen Sichtweise zur Debatte um psychologische Geschlechtsunterschiede, welche sich u. a. in ge- schlechtsstereotypen Interessen und schulischen Leistungen abbilden (vgl. z. B. Beerman, Heller & Menacher, 1992; Carr & Pauwels, 2006; Faulstich-Wieland, 2004; Hannover, 2010). Nachdem eingangs...

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