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Geschlechtsunterschiede bei motivationalen Faktoren im Kontext des Englischunterrichts

Eine empirische Studie zu Motivation, Selbstkonzept und Interesse im Fach Englisch in der Sekundarstufe I

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Stefanie Fuchs

In der Studie werden ausgewählte Erklärungsansätze zur Entstehung psychologischer Geschlechtsunterschiede argumentativ gegenübergestellt und mit schulischen Interessenunterschieden verknüpft. Die quantitative Befragungsstudie erfasste, zur Beantwortung der Frage nach Geschlechtsunterschieden im vermeintlich mädchenorientierten Englischunterricht, verschiedene motivationale Merkmale der Jugendlichen gegenüber dem Fach insgesamt, den Kompetenzbereichen und ausgewählten fiktiven Unterrichtsabläufen. Im Ergebnis zeigen sich keine einheitlichen Geschlechtsunterschiede zugunsten der Mädchen, was interessante Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Verwertung der Befunde in Theorie und Praxis zulässt.

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3 Geschlechterdisparitäten in Bildung und Sprache

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Schulische Bildung ist immer verknüpft mit sprachlichen Handlungen. Sprache ist dabei nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch Mittel des Denkens und Handelns. Die wichtige Bedeutung der Sprache gilt demzufolge nicht nur dem Sprachunterricht selbst, sondern für den Unterricht insgesamt. Ohne die Fähig- keit, Sprache zu verstehen und in unterschiedlichen Kontexten adäquat anzu- wenden, können Verständigung sowie schulische Bildung kaum stattfinden. Sowohl in der Sprache als auch in der Bildung zeichnen sich laut aktueller Stu- dien Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen ab. Diese sind ein wesentli- cher Gegenstand der Arbeit und sollen nun in den folgenden Unterkapiteln dar- gestellt werden. Zum Einstieg werden Konsequenzen schulischer Geschlechter- differenzen hinsichtlich des weiteren Ausbildungsverlaufs und der späteren be- ruflichen Situation aufgezeigt (Unterkap. 3.1). Das zweite Unterkapitel befasst sich mit Leistungs- und Kompetenzunterschieden in den sprachlichen Berei- chen, Deutsch und Englisch, und geht dabei auch auf Geschlechtsunterschiede in der Sprachentwicklung und im Spracherwerb ein (Unterkap. 3.2). Anschlie- ßend werden Geschlechterdifferenzen im Sprachverhalten und Kommunikati- onsstile im schulischen und außerschulischen Kontext näher erläutert, die mög- licherweise mit Leistungs- und Kompetenzunterschieden in Zusammenhang ge- bracht werden können (Unterkap. 3.3). Daran knüpfen die Befunde zu unter- schiedlichem Sozialverhalten und die damit einhergehenden Präferenzen für Interaktions- und Sozialformen im Unterricht an (Unterkap. 3.4). Des Weiteren werden Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen hinsichtlich ausgewählter motivationaler Merkmale betrachtet (Unterkap. 3.5). Dabei gelten diese Ge- schlechtsunterschiede und Präferenzen sowohl fächerübergreifend als auch...

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