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Kinder brauchen [Zwischen]Räume

Band 2. Noch ein Kopf-, Fuß- und Handbuch

Edited By Karlheinz Benke

Dieser zweite Band von Kinder brauchen [Zwischen]Räume versteht sich als ein Plädoyer für die Schaffung eines Rahmens bzw. zeigt Handlungsmöglichkeiten im selbstbestimmten, kindlichen (Er-)Lebensraum durch uns Erwachsene auf. Das Buch ist mit seinen Beiträgen nicht als Ratgeber, sondern vielmehr als Anreger zu sehen. Die hier geschilderten Beispiele dazu spiegeln weder ein Entweder-Oder, noch ein Schwarz-Weiß, sondern sind so bunt wie unsere Welt in ihren Facetten vielfältig ist. Im Mittelpunkt der verschiedenen Beiträge stehen stets kindliche Würde und Bedürfnisse, die – von unterschiedlichen Zugängen heraus – neue (räumliche) Perspektiven für den IQ und EQ des Kindes eröffnen können, vorausgesetzt, man gibt ihnen Zeit und lässt sie zu. Das Buch ist einmal mehr für Erwachsene in Beruf und Studium sowie für Eltern in ihrer Alltagspraxis gedacht, die offen sind für die Bedeutung von Räumen – und: die Qualität von [Zwischen]Räumen für Kinder.

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III. Ausblick

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175 Zeit geben – Zeit nehmen Zeiträume Karlheinz Benke Raum zeichnet das Geschehen auf, indem sich die Handlungen der Personen in ihm einschreiben. Die Zeit hält es fest. Gehen wir davon aus, dass [Zwischen]Räume von jedem Handelnden selbst geschaffen werden, so gilt selbiges auch für die individuell genutzte Zeit. Indem man sich Zeit aneignet, mit ihr umgeht, sie nutzt, vertrödelt, sie verliert bzw. einholen oder gutmachen muss. Obwohl Zeit an sich ganz klar etwas Objektives ist, wird sie doch höchst individuell und subjektiv erlebt. Und: Zeit ist begrenzt vorhanden und nicht vermehrbar und kann nicht gespart oder gelagert werden, sondern muss noch in dem Moment ausgegeben werden, in dem man sie erhält. Da sie sonst unwiederbringlich verrinnt, ist sie kostbarer als alles andere. Und: Zeit existiert als Zeitpunkt oder als Zeitraum. (Wobei Zeiträu- me im Folgenden unter zwei Aspekten zu sehen sind: zum einen als etwas Passives, das man als Erwachsener bzw. als Gesellschaft den Kindern zur Verfügung stellt und zum anderen als etwas Aktives, das Kinder nützen.) Zeit an sich ist somit kostbar. Umso kostbarer ist Zeit wohl, wenn sie Bestandteil und Gradmesser einer Gesellschaft ist, die sich in Höchstge- schwindigkeit vorwärts bewegt und sich aus sich heraus immer weiter beschleunigt und dabei auf Strukturen setzt, die Hektik als normal, ebenso wie Pausen und Stillstand als anormal versteht. Keine Zeit haben (und nicht: sich keine Zeit nehmen!) wird zum geflügelten Wort. Es stellt sich nunmehr die...

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