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Die altenglische Interlinearversion der Benediktinerregel: Edition und Kommentar

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Janna Müller

Im Zentrum dieser Arbeit steht die kritische und kommentierte Neuedition der allein in der Handschrift Cotton Tiberius A.iii erhaltenen altenglischen Interlinearversion der Benediktinerregel und ihres lateinischen Textes. Der Edition geht eine umfassende Einleitung voraus, deren zentrale Aspekte der textkritische Vergleich von lateinischem Text und altenglischer Glosse, die ausführliche Erfassung und Untersuchung von Phonologie und Morphologie, die detaillierte Analyse der Glossierungstechnik sowie des Wortschatzes und die ausführliche Beschreibung und Erörterung der Konstruktionshilfen sind. Diese Arbeit liefert nicht nur neue Erkenntnisse zu Entstehung und Datierung der Glosse, sondern vermag auch den Blick auf die Benediktinerreform in England und deren Leistung zu schärfen.

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4. Erläuterungen zum Textabdruck

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Bei der Herausgabe von handschriftlich überlieferten Texten stellt sich grund- sätzlich die Frage nach der ,richtigen‘ editorischen Methode. In den letzten Jah- ren ist diese Frage an verschiedener Stelle diskutiert worden, ohne daß aller- dings eine einheitliche oder gar allgemeingültige Methode aus diesen Diskus- sionen hervorgegangen oder zu erwarten wäre.1 Während einerseits editorisch zu stark in den Text eingreifende Editionen die handschriftliche Überlieferung verfälschen und zu einem Blick in die handschriftliche Vorlage zwingen, behin- dern andererseits allzu handschriftennahe Abdrucke – etwa durch nicht erfolgte Korrekturen von Abschreibfehlern – den Leser und vermitteln zudem den Ein- druck, die Konsultation der Handschrift sei nicht mehr nötig. Dabei können auch in handschriftennahen, beinahe diplomatischen Abdrucken oft aus drucktechni- schen Gründen nicht alle Details einer Handschrift wiedergegeben werden, und so bleiben für den Interessierten auch hier so viele Fragen offen, daß die Hand- schrift selbst oder wenigstens eine Faksimileausgabe konsultiert werden muß.2 Letztlich muß die Methode des Textabdruckes den Besonderheiten eines jeden Textes angepaßt werden, insbesondere dann, wenn wie hier eine leserfreundliche Edition angestrebt wird. In der hier vorliegenden Edition ist daher versucht wor- den, so wenig wie möglich editorisch in die Glosse und den lateinischen Text einzugreifen, zugleich aber auch dem Leser den Zugang zur altenglischen Glosse und zum lateinischen Text zu erleichtern. Die im folgenden dargestellten Aus- führungen zum Textabdruck tragen diesen Vorbemerkungen Rechnung. 1 Ausführlich zu dieser Problematik siehe z.B. Gneuss (1994: bes. 20-1) und die dort angege- bene...

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