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Die altenglische Interlinearversion der Benediktinerregel: Edition und Kommentar

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Janna Müller

Im Zentrum dieser Arbeit steht die kritische und kommentierte Neuedition der allein in der Handschrift Cotton Tiberius A.iii erhaltenen altenglischen Interlinearversion der Benediktinerregel und ihres lateinischen Textes. Der Edition geht eine umfassende Einleitung voraus, deren zentrale Aspekte der textkritische Vergleich von lateinischem Text und altenglischer Glosse, die ausführliche Erfassung und Untersuchung von Phonologie und Morphologie, die detaillierte Analyse der Glossierungstechnik sowie des Wortschatzes und die ausführliche Beschreibung und Erörterung der Konstruktionshilfen sind. Diese Arbeit liefert nicht nur neue Erkenntnisse zu Entstehung und Datierung der Glosse, sondern vermag auch den Blick auf die Benediktinerreform in England und deren Leistung zu schärfen.

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3: haligan] halig ‘holy’ (BT) ist entweder Fehler für healic ‘high, elevated, noble’ (BT) oder glossiert eine andere Lesart, wie etwa in H1 und H3, deren Incipit sancti beinhaltet. 3: bearn] Siehe Gretsch (1973: 320-2) und S. 152 zu den Belegen von bearn als Glosse für filius. In BenRGl, wie auch in BenR, wird filius in der überwiegen- den Zahl der Fälle mit bearn glossiert, wohingegen sunu das Wort für ‘Sohn’ in anderen spätwestsächsischen Texten ist. 7: þe] Teil der Glosse für a quo . . . recesseras in Zl. 6, das fälschlicherweise mit for þam . . . þe glossiert wurde. 8: aenum] Die Handschriftenlesart aþenum könnte verlesenes awenum sein ( als gelesen); für wäre eine späte Erscheinung (11. und 12. Jahrhundert) (SB §214.8; siehe aber auch Luick §402 und Jordan §186), die auf die Labialisie- rung des velaren Spiranten [G] zu [w] hindeuten würde. 8: uoluptatibus] Linderbauer (1922: 103), Anm. zu Zl. 7 gibt an, daß der Kontext eine Lesart uoluntatibus fordert, die sich in verschiedenen Handschriften findet. Die Handschriften j, x und H2.4 teilen die Lesart in Tib. A.iii. Linderbauer (1922: 103, 217-18) führt weiterhin an, daß die Verwechslung uoluntas / uoluptas häufig in mittellateinischen Texten vorkommt. Anhand der Glosse lust ist nicht zu erkennen, welche Lesart glossiert wurde. 15: is to earcienne] Hofstetter (1987: 117) zählt diesen Beleg zu gearcian ‘to pre- pare, procure, supply’ (BT, s.v. gearcian) und als Glosse für parendum ‘to...

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