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Heroisches Elend - Misères de l’héroïsme - Heroic Misery

Der Erste Weltkrieg im intellektuellen, literarischen und bildnerischen Gedächtnis der europäischen Kulturen - Teil 1 und 2 - La Première Guerre mondiale dans la mémoire intellectuelle, littéraire et artistique des cultures européennes- 1 ère

Edited By Gislinde Seybert and Thomas Stauder

100 years after the outbreak of World War I, this book sheds a new light on the war’s intellectual, literary and artistic traces in the collective memories of the European nations.
100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs schaut dieser Band auf dessen intellektuelle, literarische und bildnerische Spuren im Gedächtnis der europäischen Nationen.
100 ans après le déclenchement de la Seconde Guerre Mondiale, ce livre jette un regard sur les traces intellectuelles, littéraires et artistiques de cette guerre dans la mémoire des nations européennes.

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5. Literarische Darstellungen des Ersten Weltkriegs

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Représentations littéraires de la Grande Guerre Literary Representations of the Great War 5.1 Kriegsdarstellung in der europäischen Lyrik und Wandel der lyrischen Ästhetik La représentation de la guerre dans la poésie européenne et la modification de l’esthétique de la poésie The representation of war in European poetry and the transformation of the aesthetics of poetry Barbara Rodt Weltunglück. Georg Trakl, Traum und Umnachtung „Genuine poetry can communicate before it is understood” T. S. Eliot „Ich verbrenne vor Ungeduld und Wüten gegen mich selbst. Das Schicksal scheint mir idiotisch, das mich nicht besser verwertet“, klagt Georg Trakl in einem Brief an seinen langjährigen Freund Erhard Buschbeck. Das Schreiben wird datiert auf Januar 1912. Die hier wiedergegebene persönli- che Lagebeschreibung des Dichters ist auch aus weltpolitischer Sicht dem Jahr 1912 eigen. Konflikte zwischen den europäischen Staaten spitzen sich zu, das Kaiserreich in China wird abgeschafft, im Polarmeer kollidiert das größte Schiff der Welt, die Titanic, mit einem Eisberg, und zeitgleich er- reicht Robert F. Scott den Südpol und wird nicht mehr zurückkehren. Das Gefühl von Zerstörung und Vernichtung durchweht die Luft. Es war eine „untergangsgeweihte Welt […] reif für den Sturm, der dann kam“. Nur ei- ne Handvoll von Kunstschaffenden und Denkern erfassten und erfühlten die Vorzeichen der Apokalypse, sie, die „Gläubigen einer neuen Wirklich- keit, […] hielten mit einer Inbrunst ohnegleichen, mit der Askese von Heili- gen, […] ihre Existenz dieser Zertrümmerung...

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