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Microblogs global

Eine internationale Studie zu Twitter & Co. aus der Perspektive von zehn Sprachen und elf Ländern

Series:

Torsten Siever and Peter Schlobinski

Microblogs haben große Bedeutung neben klassischen Weblogs und Social-Networking-Plattformen wie Facebook erlangt und werden längst auch in traditionellen Medien zitiert. In diesem Band werden Mikrotexte – vorwiegend von Twitter.com – hinsichtlich sprachlicher und kommunikativer Merkmale analysiert; fünfzehn Autorinnen und Autoren untersuchen in zehn europäischen und außereuropäischen Sprachen verfasste kurze Postings. Durch die Verwendung eines gemeinsamen Analyserasters werden dabei sowohl sprachunabhängige Eigenschaften von Microblogs als auch sprachspezifische Merkmale deutlich. Untersucht wurden u. a. die Orthografie, Mündlichkeitsmerkmale, sprachökonomische, syntaktische und lexikalische Aspekte sowie die Funktionen der Mikrotexte. Zu jeder Sprache liegt eine Ergebnistabelle vor.

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Vorwort

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Als die Idee zum vorliegenden Projekt aufkam, war Twitter noch ein in Deutschland mäßig bekannter und wenig verbreiteter Dienst. Zwischenzeit- lich hat sich die Social-Networking-Plattform zu einer allseits bekannten und stark frequentierten Anwendung entwickelt, neben Facebook fest etabliert und aufgrund des Erfolgs mehrere Parallelen am Markt entstehen lassen. Gemäß dem Website-Ranking bei Alexa1 gehören die beiden Plattformen zu den be- liebtesten ihrer Art im Jahr 2013. Seit dem Start der Plattform im Juli 2006 sind nicht nur Microblog-Werkzeuge, sondern ähnliche Dienste wie Pinterest, Instagram und Tumblr entstanden, doch liegt die Stärke von Twitter – wie auch bei Pinterest – in der Minimalkommunikation, die einen Schwerpunkt beim internationalen Twitter-Projekt bilden. Nur kurz soll an dieser Stelle Twitter2 vorgestellt werden, da der Dienst in- zwischen weithin bekannt ist und an anderer Stelle bereits beschrieben worden ist (Moraldo 2009; Siever 2012). Twitter ist ein typisches kontobasiertes Social Network, in dem Mitteilungen von Nutzern veröffentlicht werden, die kür- zer sind als SMS-Mitteilungen und Tweets oder Updates genannt werden. Es handelt sich um Postings, denn Twitter (und andere vergleichbare Microblog- Dienste stellen Blogs dar, bei denen die Veröffentlichungen sehr stark einge- schränkt sind: Bis 2012 waren Tweets monomodal auf Text beschränkt – und sind dies im Grunde immer noch; mit twitpic lassen sich seither allerdings Bilder mittelbar über URLs integrieren; die Texte sind auf 140 Zeichen be- schränkt und lassen sich typografisch nicht gestalten. Veröffentlicht werden die Updates inzwischen kaum mehr über die Website selbst, sondern vor allem...

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