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Microblogs global

Eine internationale Studie zu Twitter & Co. aus der Perspektive von zehn Sprachen und elf Ländern

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Edited By Torsten Siever and Peter Schlobinski

Microblogs haben große Bedeutung neben klassischen Weblogs und Social-Networking-Plattformen wie Facebook erlangt und werden längst auch in traditionellen Medien zitiert. In diesem Band werden Mikrotexte – vorwiegend von Twitter.com – hinsichtlich sprachlicher und kommunikativer Merkmale analysiert; fünfzehn Autorinnen und Autoren untersuchen in zehn europäischen und außereuropäischen Sprachen verfasste kurze Postings. Durch die Verwendung eines gemeinsamen Analyserasters werden dabei sowohl sprachunabhängige Eigenschaften von Microblogs als auch sprachspezifische Merkmale deutlich. Untersucht wurden u. a. die Orthografie, Mündlichkeitsmerkmale, sprachökonomische, syntaktische und lexikalische Aspekte sowie die Funktionen der Mikrotexte. Zu jeder Sprache liegt eine Ergebnistabelle vor.

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2 Microblogs global: Deutsch

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Deutsch ist eine germanische Sprache und wird von 110 Millionen Menschen als Erst- oder als Zweitsprache gesprochen. Als National- und Amtssprache wird Deutsch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesprochen bzw. geschrieben, die verbindende Sprachform dieser drei Länder ist die deutsche Schrift- und Standardsprache. In Deutschland ist der Varietätenraum differen- ziert in zahlreiche regionale und soziale Varietäten. Sprachtyplogisch gesehen ist das Deutsche eine flektierende Sprache mit einer komplexen Morphosyntax und relativ variabler Wort- und Satzgliedstel- lung. Die nominale Flexion umfasst Kasus, Person und Numerus, die verbale Person, Numerus, Tempus, Genus verbi und Modus. Nominale Subjekte kon- gruieren mit dem verbalen Prädikat, adjektivische Attribute und Determinato- ren mit dem Bezugsnominal. Das Deutsche verfügt über 16 Vokale und vier Diphthonge sowie 20 Konso- nanten (ohne die Affrikaten /pf/, /ts/). Die deutsche Orthografie stellt eine Buchstabenschrift dar, in der Konsonanten und Vokale durch einen Buchstaben oder eine Buchstabenkombination (z. B. für []) oder ( für []) ausgedrückt sind. Neben der syntaktischen und pragmatischen Gliederungs- funktion durch Interpunktion verfügt das Deutsche als einzige europäische Sprache in seinem Schriftsystem über Groß- und Kleinschreibung. Satzinitiale Großschreibung und Großschreibung von Kernen von Nominalgruppen (Peter, das Haus, das Es) fungieren als Hilfestellung bei der syntaktischen Erschlie- ßung von Äußerungen bzw. Textsequenzen. Auslassungen werde u.a. durch Apostroph gekennzeichnet (ist’s > ist es), falsch gemäß der Rechtschreibnorm wäre ists. Allerdings zeigen bisherige Untersuchungen (s. mediensprache.net), dass sich in der computer- und mobilfunkbasierten Kommunikation verschie- dene Varianten einer Substandorthografie herausgebildet...

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