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Microblogs global

Eine internationale Studie zu Twitter & Co. aus der Perspektive von zehn Sprachen und elf Ländern

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Edited By Torsten Siever and Peter Schlobinski

Microblogs haben große Bedeutung neben klassischen Weblogs und Social-Networking-Plattformen wie Facebook erlangt und werden längst auch in traditionellen Medien zitiert. In diesem Band werden Mikrotexte – vorwiegend von Twitter.com – hinsichtlich sprachlicher und kommunikativer Merkmale analysiert; fünfzehn Autorinnen und Autoren untersuchen in zehn europäischen und außereuropäischen Sprachen verfasste kurze Postings. Durch die Verwendung eines gemeinsamen Analyserasters werden dabei sowohl sprachunabhängige Eigenschaften von Microblogs als auch sprachspezifische Merkmale deutlich. Untersucht wurden u. a. die Orthografie, Mündlichkeitsmerkmale, sprachökonomische, syntaktische und lexikalische Aspekte sowie die Funktionen der Mikrotexte. Zu jeder Sprache liegt eine Ergebnistabelle vor.

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8 Microblogs global: Portugiesisch

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Portugiesisch ist eine romanische Sprache, die sich in ihren Anfängen auf den Gebieten des heutigen nördlichen Portugals sowie Galiziens auf der Grund- lage verschiedener lusitanischer, keltischer und gälischer Sprachen entwickelt hat. Mit dem Zeitalter der portugiesischen Entdeckungen und der Gründung eines Kolonialreiches im 15. und 16. Jahrhundert verbreitete sich Portugiesisch bis nach Brasilien, Afrika (dem heutigen Angola, Cabo Verde, Guinea-Bissau, Mozambique, São Tomé und Príncipe) und zu geringeren Anteilen auch in Teilen Asiens (Goa, Macau und Osttimor). Seitdem haben sich in Afrika und Asien zahlreiche Kreolsprachen entwickelt, die auf dem Portugiesischen basie- ren. Portugiesisch gilt als Weltsprache und wird von 210 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, bzw. von 240 Millionen, wenn man die Zweit- sprachler dazu rechnet1. Zu den wichtigen Besonderheiten, die man für eine angemessene Lesart der folgenden Ergebnisse berücksichtigen sollte, gehören folgende Merkma- le: (a) Im Gegensatz zum Deutschen beschränkt sich die Großschreibung auf wesentlich weniger Bereiche, wie Satzanfang, Eigennamen, geographische Bezeichnungen, Bezeichnungen von Monats- und Wochennamen usw.2 (b) Trotz der Orthografiereform von 1990 halten sich immer noch verschiedene Schreibvarianten, die im besonderen Maße die Unterschiede zwischen der por- tugiesischen und brasilianischen Variante betreffen. Zu diesen Unterschieden zählt der Beibehalt (pt) bzw. Ausfall (br) stumm bleibender Verschlusslaute wie [k] oder [p] in Wörtern wie acção > ação, afectivo > afetivo, bzw. adoptar > ado- tar, Egipto > Egito … (c) Für das Kapitel ›Lexik‹ ist es wichtig zu wissen, dass 1 Die verschiedenen Angaben zur Entwicklung...

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