Show Less

Werdegang

Varianten der Aus- und Weiterbildung von Autor/innen

Series:

Marlen Schachinger

Werdegang geht der Frage nach, inwiefern sich die berufliche Etablierung von Literat/innen im Laufe der vergangenen einhundert Jahre verändert hat. Durch Schreibstudiengänge an verschiedenen Instituten im deutschsprachigen Raum wurde der autodidaktische Weg auch hierzulande in Frage gestellt. Ist er nach wie vor dennoch nicht nur denkbar, sondern realistisch und wie sah bzw. sieht er aus? Wie gestaltet sich die Lehre an verschiedenen Instituten, die Schreibstudien- oder Lehrgänge anbieten, und wie veränderte sie sich? Prägte die Etablierung von Schreibstudiengängen die literarische Szene im deutschsprachigen Raum mit oder sind andere Mechanismen – wie z.B. das Aufkommen des E-Books – relevantere Entwicklungen? Auf Basis zahlreicher Interviews und Fragebögen wurde versucht, in einem Feld, in dem es bislang keine vergleichende Analyse gab, Material zu generieren, um Fragestellungen in diesem Bereich der Literaturwissenschaft zu ermöglichen. Die Ausgangsthese, die Frage nach einer Analogie der Lernprozesse von Autodidakt/innen und Studierenden, konnte weitestgehend bestätigt werden. Hinsichtlich der Etablierung von Netzwerken sowie der Bekanntheit im literarischen Feld differieren jedoch Effizienz und Möglichkeiten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3. Angehende Autor/innen in institutioneller Ausbildung – Eine vergleichende Analyse

Extract

Der Fokus der Analyse liegt hier auf jenen universitären Instituten, die »Literari- sches Schreiben« (im Gegensatz zu journalistischem oder wissenschaftlichem) im deutschsprachigen Raum priorisieren sowie auf jenen, die im »European Network of Creative Writing Programmes« (»ENCWP«) zusammengefasst sind. 3.1. Von den Anfängen institutioneller Ausbildung und der Frage der Lehrbarkeit Um die Geschichte der Entwicklung der Lehre in den USA sowie in Europa darzu- stellen und unterschiedlichen Verläufe zu verdeutlichen, empfehlen sich u. a. fol- gende Werke zur Lektüre: • Bräuer, Gerd: Warum Schreiben? Schreiben in den USA: Aspekte, Verbindun- gen, Tendenzen. Frankfurt a. M.: Peter Lang 1996. • Dawson, Paul: Creative Writing and the New Humanities. London, New York: Routledge 2005. • Ehrnsberger, Jörg: Literarisches Schreiben. Von der Poetik zum Schreibpro- zessmodel. Waldburg: Demand Verlag 2005. • Kreatives Schreiben an Hochschulen. Berichte, Funktionen, Perspektiven. Hg.: Rau, Hans Arnold. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1988. • Kreatives Schreiben lernen an Universitäten, Instituten, Literaturbüros, Volkshochschulen, Schreibschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hg.in: Tieger, Gerhild. Berlin: Autorenhaus-Verlag Plinke 2000. • Myers, David Gershom: The Elephants Teach. Creative Writing Since 1880. New Jersey: Prentice-Hall 1996. • Rathmann, Thomas: ›… die sprach will sich ändern‹ Zur Vorgeschichte der Autonomie von Sprache und Dichtung. München: Fink 1991. • Schmidt, Jochen: Die Geschichte des Genie-Gedankens in der deutschen Lite- ratur, Philosophie und Politik. 1750–1945. Band 1. Von der Aufklärung bis zum Idealismus. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2004. 215 Um einen Überblick über die Varianten der Lehre in den USA zu bekommen: • Kealey, Tom: The...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.