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Werdegang

Varianten der Aus- und Weiterbildung von Autor/innen

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Marlen Schachinger

Werdegang geht der Frage nach, inwiefern sich die berufliche Etablierung von Literat/innen im Laufe der vergangenen einhundert Jahre verändert hat. Durch Schreibstudiengänge an verschiedenen Instituten im deutschsprachigen Raum wurde der autodidaktische Weg auch hierzulande in Frage gestellt. Ist er nach wie vor dennoch nicht nur denkbar, sondern realistisch und wie sah bzw. sieht er aus? Wie gestaltet sich die Lehre an verschiedenen Instituten, die Schreibstudien- oder Lehrgänge anbieten, und wie veränderte sie sich? Prägte die Etablierung von Schreibstudiengängen die literarische Szene im deutschsprachigen Raum mit oder sind andere Mechanismen – wie z.B. das Aufkommen des E-Books – relevantere Entwicklungen? Auf Basis zahlreicher Interviews und Fragebögen wurde versucht, in einem Feld, in dem es bislang keine vergleichende Analyse gab, Material zu generieren, um Fragestellungen in diesem Bereich der Literaturwissenschaft zu ermöglichen. Die Ausgangsthese, die Frage nach einer Analogie der Lernprozesse von Autodidakt/innen und Studierenden, konnte weitestgehend bestätigt werden. Hinsichtlich der Etablierung von Netzwerken sowie der Bekanntheit im literarischen Feld differieren jedoch Effizienz und Möglichkeiten.

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4. »European Association of Creative Writing Programmes«

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Das europäische Netzwerk wurde im März 2005 nach dem ersten »International Congress of Creative Writing Programmes«, der vom »Deutschen Literaturinstitut Leipzig« organisiert wurde,1533 gegründet.1534 Bei diesem Kongress hielten Leh- rende aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Israel und den USA Vorträge zu Themen der Schreiblehre.1535 Der Aus- gangspunkt des Kongresses war die Frage, ob andere Institute in Europa ähnlich oder grundlegend anders arbeiten. Außerdem wollte man einen Erfahrungsaus- tausch ermöglichen. Im Gegensatz zu den USA, wo Lehrende es gewohnt sind, einander einmal im Jahr zu treffen,1536 stellte diese Erfahrung für die europäischen Dozent/innen ein Novum dar. Als Fazit des Kongresses könne man, so Josef Haslinger und Hans-Ulrich Treichel im Vorwort des Bandes »Schreiben lernen – Schreiben lehren«, festhalten, dass beinahe alle hierzulande Lehrenden auch ein literarisches Œuvre aufweisen können:1537 „[›]Literarisches Schreiben[‹] wird in Europa fast ausschließlich von Schriftstellern unterrichtet.“1538 „Symbolically, the congress was attended by participants from the two oldest crea- tive writing programmes in the world, [›]Iowa Writers’ Workshop[‹] and [›]Maxim Gorky Literature Institute[‹] (Moscow), as well as by representatives of more than 30 institutions from all European regions. […] The congress showed both the need and the desire for closer European cooperation in this area. As a result, the [›]European Network of Creative Writing Programmes[‹] was established in November 2005 in 1533 Vgl.: Schreiben lernen – Schreiben lehren. Hg.: Haslinger, Josef; Treichel, Hans- Ulrich. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2006. S....

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