Show Less

Das Konzept des Continued Growth im Leben und Werk von Margaret Fuller

Series:

Stefanie Rechtsteiner

Continued Growth lautet das Lebensprinzip Margaret Fullers. Der Nachweis der konsequenten Orientierung Fullers an diesem philosophischen Konzept wird in diesem Buch erstmals durchgängig und in vollem Umfang erbracht. Der interdisziplinäre Ansatz vereint im Rahmen einer breiten biografischen und textuellen Analyse die Darstellung geschichtlicher Ereignisse und Schauplätze als Fullers Handlungsbühne, die Klärung der einwirkenden philosophischen Strömungen als Basis ihrer Weltanschauung und die Eruierung einer Vielzahl literarischer Einflüsse als Vorbilder und Inspiration. Deutlich wird dabei auch, dass Fuller dieses nur in einem freiheitlichen Gesellschaftssystem umsetzbare Konzept als einen Prozess verstand, der nicht nur das persönliche Leben, sondern auch weltpolitische Entwicklungen einschließt, weshalb sie ihren eigenen Anspruch auf stete Weiterentwicklung und Optimierung ebenso auf gesellschaftliche Gruppen und zuletzt sogar auf ganze Nationen übertrug.
Die Arbeit wurde 2012 mit einem Preis der Blanke-Stiftung ausgezeichnet.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

1 Philosophische Konzepte zum Menschen und deren Einfluss auf Fuller

Extract

Philosophische Thesen, Richtungen und Denkkonstrukte nehmen in unterschied- lich starker Ausprägung Einfluss auf Fuller. Von der Antike abgesehen, die in Fullers Ausbildung eine deutliche Betonung erfährt, sind primär drei Zeitperio- den von Bedeutung, deren Geistesinhalte in den Transzendentalismus einfließen, solchermaßen die Bewegung und damit auch Fuller prägen: der deutsche Idea- lismus, die Aufklärung, die dem Idealismus vorausgeht und ihn bedingt, und die Transzendentalphilosophie Immanuel Kants, die zugleich Namensstifterin für den Amerikanischen Transzendentalismus ist. Es wird keine chronologische und vollständige Übersicht der westlichen Philosophie angestrebt; stattdessen wer- den Theorien, Strömungen und Ansätze aus dem philosophiegeschichtlichen Kontext herausgegriffen und näher erläutert, sofern sie eine Bedeutung für den Transzendentalismus im Allgemeinen oder für Fuller im Besonderen haben. Gleiches gilt für Persönlichkeiten wie Baruch de Spinoza (1632-1677) oder Kant, deren Werke als bedeutsam für die hier durchgeführte Betrachtung einzu- stufen sind. 1.1 Antike, Humanismus und Aufklärung Mit den Vorsokratikern beginnt die Geschichte der westlichen Philosophie. Das Denken ist bestimmt von der Frage nach den Grundlagen der Welt und dem Wunsch, die Natur und deren Vorgänge zu begreifen. Regina Srowig benennt verschiedene Erklärungsversuche, beginnend mit Thales (625-547 v. Chr.), der das Wasser als ursprünglichen Stoff ansieht, über Empedokles (483/82-430/20 v. Chr.), der die Lehre von den vier Elementen entwirft, hin zu Pythagoras (ca. 570-500 v. Chr.), der die Zahl zum alles bestimmenden Prinzip ernennt (211). Der Mensch wird, so Otfried Höffe,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.